Afghane
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Der Afghane (auch: Afghanischer Windhund) ist die wohl bekannteste Windhundrassen überhaupt. Sein auffälligstes Merkmal ist seine langes Fell, das ein hervorragender Wetterschutz ist, jedoch auch schnell verfilzen kann und daher tägliche Pflege benötigt.
Inhaltsverzeichnis |
Ursprünge der Rasse
In ihrer Heimat wurden diese Windhunde seit Jahrhunderten zur Jagd auf Hasen, Gazellen und sogar Wölfe, aber auch als Hirtenhunde eingesetzt. Über die ursprüngliche Abstammung und das frühere Aussehen der Rasse ist nur wenig bekannt. Erste Erwähnungen eines ähnlichen Hundes stammen aus 5000 Jahre alten ägyptischen Papyrus-Dokumenten. Nach Europa gelangten die ersten Afghanen erst 1888, da bis ins letzte Jahrhundert die Ausfuhr Afghanischer Windhunde bei Strafe verboten war.
Nach dem Ersten Weltkrieg erblühte eine europäische Zucht, zunächst getrennt nach Gebirgs- und Wüstenschlag, die sich jedoch bald vermischten und zugunsten des länger behaarten, hochbeinigeren Wüstentyps entwickelten.
Aussehen
Afghanen sind elegante, muskulöse Rennhunde. Der Kopf ist lang gezogen, mit breiter Stirn, keilförmigem Fang und leicht gewölbter Nasenlinie. Die Nase läuft nicht so spitz zu wie bei anderen Windhundrassen. Die Ohren sind tief angesetzt und werden hängend und flach am Schädel getragen. Der lange Hals geht in einen langen, geraden Rücken über, der nur im hinteren Lendenbereich abfällt. Die lange Rute setzt tief an und wird in Ruhe hängend, mit einem ausgeprägten Haken am Ende, in der Bewegung hoch getragen. Die Bewegungen des Afghanen sind lang und schwingend.
Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 68 bis 74 Zentimetern, Hündinnen messen 63 bis 69 Zentimeter.
Beim Afghanischen Windhund sind alle Farben zulässig. Häufig treten schwarze Gesichtsmasken auf; weiße Abzeichen sind eher selten, aber erlaubt. Das Fell ist sehr lang und von glatter, seidiger Struktur. Die Ohren und Beine sind stark, die Rute dagegen nur spärlich befedert. Die Schnauze und der vordere Gesichtsbereich sind kurz behaart, sodass die Augen nicht verdeckt werden. Das Fell teilt sich entlang der Rückenlinie. Die Pfoten werden durch das Fell oft vollständig verdeckt.
Art und Wesen
Wie alle Windhunde besitzen Afghanen einen ausgeprägten Lauf- und Jagdtrieb, der durch lange Spaziergänge, Agility-Übungen oder auch das Laufen lassen auf einer Rennbahn gestillt werden muss. Im Umgang sind die Hunde freundlich.
Durch ihre zurückhaltende Art wirken Afghanen oft hochmütig. Afghanische Windhunde sind jedoch ausgesprochen sensibel, sodass sie falschen Umgang und eine harte Erziehung nicht tolerieren. Sie verlangen wenig nach menschlicher Zuwendung.
Interessante Links zum Afghanen
Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V.
Deutscher Afghanen-Rassezuchtclub 1988
Steckbrief
| | |
| Rasse | Afghane |
| Gruppe | Windhunde |
| Herkunft | Afghanistan |
| Schulterhöhe | 63-74 cm |
| Gewicht | um 25-30 kg |
| Farben | alle Farben |
| Pflegeaufwand | hoch |
| Auslauf | hoch |
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