Bernhardiner

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    Der Bernhardiner (auch: St. Bernhardshund) zählt zu eine der schwersten Hunderassen weltweit und gilt inzwischen als Schweizer Nationalrasse. Trotz seines imposanten Äußeren ist der Bernhardiner ein sehr sensibler und sanftmütiger Hund, der einen ausgeprägten Beschützerinstinkt aufweist.

    Video - Rassepotrait Bernhardiner

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    Ursprünge der Rasse

    Die Bernhardiner sind mutmaßliche Nachkommen der römischen Molosser, die vor etwa 2000 Jahren in die Schweiz gelangten. Im 11. Jahrhundert gründeten Mönche auf dem Großen St. Bernhard ein Hospiz, ab dem 17. Jahrhundert hielten sie dort Bernhardiner. Sie stammten von Bauernhunden aus der Gegend ab und wurden unter dem Namen "Barry-Hund" bald als Rettungshunde in ganz Europa berühmt.

    Die damaligen Hunde waren noch viel leichter und beweglicher, mit dem wachsenden Interesse der Hundezüchter wuchs jedoch auch die Nachfrage nach immer größeren, massigeren Hunden.Heute ist ein Bernhardiner in erster Linie ein Familienhund

    Aussehen

    Bernhardiner sind imposante, majestätisch wirkende Hunde, die vor allem durch ihre Körpergröße beeindrucken. Der ganze Körper ist äußerst kraftvoll, vor allem der muskulöse Hals ist hervorzuheben. Der Rücken ist breit und gerade. Die Pfoten sind breit und groß, mit geschlossen, gebogenen Zehen. Wolfskrallen können vorkommen, dürfen jedoch entfernt werden.

    Auch die Rute ist breit und kräftig, sie hängt in Ruhestellung lang herunter, nur das letzte Drittel ist leicht aufgebogen. In Wachstellung wird sie aufgestellt auf Rückenhöhe getragen. Der Kopf des Bernhardiners ist sehr massig und leicht gewölbt, mit prägnantem Stop und kurzem, vierkantigem Fang. Aus mittelgroßen, dunkelbraunen Augen blicken Bernhardiner gutmütig in die Welt. Die mittelgroßen, dreieckigen Hängeohren sind sehr hoch angesetzt.

    Bei Rüden sollte die Größe 70 Zentimeter nicht unterschreiten, bei Hündinnen 65 Zentimeter. Bernhardiner werden zwischen 75 und 85 Kilogramm schwer.

    Die charakteristischen Fellfarben eines Bernhardiners sind weiß mit wenig rot oder rot mit weißen Flecken, ein Bernhardiner kann nie einfarbig sein. Rot kann dabei in allen Schattierungen vorkommen. Weiß ist bei einem Bernhardiner jedoch unerlässlich. Die weißen Flecken verteilen sich auf Brust, Läufe und Pfoten, Rutenspitze sowie um die Nase herum; auch der Nacken ist oft weiß. Häufig kommt noch eine dunkle Färbung auf Kopf und Ohren hinzu. Das Fell kommt in zwei Varietäten vor: langhaarig und kurzhaarig.

    Das kurze Fell ist sehr dicht und doppelt, aber nicht rau. Es liegt eng und glatt am Körper an. An den Rückseiten der Schenkel bildet es leichte Hosen, auch an der Rutenwurzel ist es etwas fülliger und länger. Beim langhaarigen Schlag ist das Fell nicht doppellagig, es ist mittellang und glatt bis leicht gewellt, vor allem auf dem Rücken und den Flanken. Wie das Kurzhaar bildet es leichte Hosen an den Schenkeln, auch die Rute ist länger behaart. An Ohren und Fang ist es jedoch kurz.

    Art und Wesen

    Der Charakter dieser Hunde entschädigt für so manche Unannehmlichkeit. Bernhardiner sind äußerst gutmütige und sanfte Tiere, die der ganzen Familie treu ergeben sind. Vor allem gegenüber Kindern sind sie sehr geduldige Freunde. Dabei ist diese Rasse sehr intelligent und auch relativ leicht zu erziehen.

    Hat man den Platz für einen Bernhardiner, wird er Haus und Hof treu bewachen. Sein ausgezeichneter Sinn für Gefahr und sein Schutztrieb sind außerdem hervorzuheben.

    Haltung

    Die Haltung dieser Rasse ist nicht ganz unkompliziert. Zunächst braucht ein Bernhardiner sehr viel Platz und aufgrund seiner Körpergröße auch enorme Mengen an Futter. Des Weiteren ist bei langhaarigen Hunden regelmäßiges Bürsten des Fells erforderlich.

    Bei allen Hunden muss besonders auf die Augenpflege geachtet werden. Man sollte sich auch bewusst sein, dass Bernhardiner starken Speichelfluss aufweisen, aufgrund ihrer Größe sei jedoch sowieso davon abgeraten, Hunde dieser Rasse im Haus oder gar in einer Wohnung halten zu wollen.

    Der Auslauf bewegt sich im normalen Bereich, dennoch ist regelmäßige Bewegung unerlässlich. Dabei ist es wichtig, dass die Hunde von klein auf die Leine gewohnt sind und Gehorsam erlernt haben, ansonsten ist man ihrer Kraft nicht gewachsen. Man muss also besonders früh mit der Erziehung beginnen und kompromisslos dabei sein.

    Gesundheit

    Erblich bedingt ist der Berhardiner von diversen Krankheiten betroffen:

    Interessante Links zum Bernhardiner

    St. Bernhards-Klub e. V.

    Bernhardiner Club Deutschland

    Österreichischer Bernhardinerklub

    Bernhardiner in Not e. V.


    Steckbrief

    Bernhardiner.jpg
    Rasse Bernhardiner
    Gruppe Pinscher/ Schnauzer/ Molossoide u.a.
    Herkunft Schweiz
    Schulterhöhe über 65 bzw. 70 cm
    Gewicht 75-85 kg
    Farben weiß mit etwas rot oder umgekehrt, rot dabei in allen Schattierungen; nie einfarbig
    Pflegeaufwand mittel bis hoch
    Auslauf mittel

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