Bobtail

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    Der Bobtail (auch: Old English Sheepdog) benötigt viel Auflauf und Aufmerksamkeit. Da er früher als Herdenschutzhund eingesetzt wurde, achtet er stark auf alles, was man ihm anvertraut. Heute findet der Bobtail vor allem als Haus- und Begleithund sowie Hütehund Verwendung.

    Video - Rassepotrait Bobtail

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    Ursprünge der Rasse

    Die Abstammung des Bobtails ist nicht zweifelsfrei geklärt. Gegen die gängigen Vermutungen, der Bobtail habe dieselben Vorfahren wie der schottische Bearded Collie, spricht die Form der Rute: Während Bearded Collies lange Ruten besitzen, werden Bobtails meist schwanzlos geboren.

    Ursprünglich wurde die Rasse als Hütehund von britischen Schäfern gehalten, die dem Aussehen und einer systematischen Zucht wenig Aufmerksamkeit schenkten. Dennoch wurden bereits 1873 zum ersten Mal Bobtails bei einer Hundeschau präsentiert, zunächst auch unter den Bezeichnungen "English Short Tailed Colley" oder "Sheepdog (Bob-Tailes)". 1885 wurde der erste Standard für die nun "Old English Sheepdog" genannten Hunde erstellt. Es begann eine systematische Zucht vor allem mit den schwanzlos geborenen Hunden; inzwischen werden jedoch nur noch Hunde mit Rute gezüchtet.

    Aussehen

    Der Bobtail wirkt aufgrund seines kompakten Körperbaus und seines dichten, langen Fells ausgesprochen kräftig und robust. Der Schädel ist breit, mit deutlichem Stop, breitem, tiefem Fang und gerader oder leicht konvexer Nasenlinie. Die kleinen Ohren werden flach am Kopf getragen. Der Hals besitzt eine gute Aufrichtung, die Schultern sind flach.

    Der lange Rücken steigt zur Lende leicht an. Die Beine sind kräftig und muskulös, die Pfoten klein und rund mit gewölbten Zehen. Bobtails wurden früher oft schwanzlos geboren; die heutigen Hunde dieser Rasse besitzen eine leicht gebogene, tief ansetzende und über der Rückenlinie getragene Rute. Im Ausland wird die Rute meist restlos kupiert (in Deutschland verboten).

    Bobtail-Rüden erreichen eine Schulterhöhe von mindestens 61 Zentimetern; Hündinnen messen mindestens 56 Zentimeter.

    Die Rasse besitzt grundsätzlich ein mit Weiß geschecktes Fell, wobei die farbigen Partien alle Schattierungen von Grau, Blau oder "Grizzle" aufweisen dürfen. Kopf, Hals, Vorhand und Unterbauch sind stets weiß; der Körper und die Hinterhand sollten einfarbig sein. Weiße "Socken" an den Hinterbeinen sind zulässig, aber nicht erwünscht. Die Augen sollten dunkel sein mit pigmentierter Umrandung; zwei blaue Augen werden ebenfalls toleriert.

    Die Nase ist stets schwarz. Welpen werden zunächst schwarz-weiß geboren und hellen mit der Zeit auf. Das Haar ist lang und dicht, von zottiger Struktur und besitzt eine dicke Unterwolle. Ohren, Beine und Rute sind dicht befedert.

    Art und Wesen

    Bobtails sind sehr freundliche und aggressionslose Hunde, die wie viele Hütehunde über ein waches, aufmerksames Wesen, eine große Lernbereitschaft und hohe Intelligenz verfügen. Ihr angeborener Hüte- und Schutzinstinkt sowie ihre Liebe zu Kindern macht sie zu idealen Begleitern von Familien. Obwohl zuweilen eigenwillig, lassen Bobtails sich leicht erziehen.

    Haltung

    Bekannt ist der Bobtail für sein schepperndes, "metallenes" Bellen, das jedoch selten zu hören ist. Aufgrund seines ruhigen Wesens und seines attraktiven Äußeren wurde er zu einem beliebten Familienhund. Wie jeder große Hund benötigt der Bobtail viel Auslauf; darüber hinaus muss das lange Fell täglich gebürstet werden.


    Steckbrief

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    Rasse Bobtail
    Gruppe Hüte- und Treibhunde
    Herkunft Großbritannien
    Schulterhöhe 56-65 cm
    Gewicht um 30 kg
    Farben vor allem grau-weiß
    Pflegeaufwand hoch
    Auslauf hoch

    Themen

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