Bouvier des Flandres
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Der Bestand der belgischen Hunderasse Bouvier des Flandres (auch: Flandrischer Treibhund, Vlaamse Koehond) war durch den ersten Weltkrieg stark minimiert worden und konnte nur allmählich gesichert werden. Heute wird der Bouvier des Flandres aufgrund seines kinderfreundlichen und treuen Wesens als Familienhund eingesetzt.
Inhaltsverzeichnis |
Ursprünge der Rasse
Ursprünglich wurde der Bouvier des Flandres gezüchtet, um von den in Belgien gehaltenen Schafherden die großen Raubtiere wie Bären und Wölfe fern zu halten. Lange Zeit war in dieser Rolle jedoch der Belgische Schäferhund prominent, während die Bouviers aus den Ardennen kaum Erwähnung fanden. Rasselose Hüte- und Treibhunde, die "Bouviers" genannt wurden, fanden sich aber auch in Frankreich und sollen bereits Napoleon auf seinen Feldzügen zur Bewachung des Viehs begleitet haben.
Im Jahr 1910 wurden die Bouviers des Flandres erstmals auf der Hundeweltausstellung gezeigt. Erst 1922 wurde das heutige Zuchtziel des Bouviers definiert. Rasch entwickelte sich die belgische Rasse von Hütehunden, die aufgrund der Ausrottung von Wölfen und Bären nicht mehr benötigt wurden, hin zu weniger robusten, aber eleganteren Ausstellungshunden. Heute ist die Rasse vor allem als Familienhund beliebt.
Aussehen
Der Bouvier des Flandres wirkt trotz seiner Schulterhöhe eher kurz und gedrungen. Der Kopf ist massig, aber nicht zu groß, mit einem breiten Fang von mittlerer Länge. Die Augen, die teilweise durch die ausgeprägten Augenbrauen verdeckt werden, sind groß und wach. Die dreieckigen, an der Spitze abgerundeten Ohren werden hängend und leicht nach vorn geneigt getragen. Im Ausland werden die Ohren üblicherweise kupiert.
Der kräftige Hals geht in einen langen, geraden Rücken über. Die Beine sind grobknochig und von mittlerer Länge. Die Rute, die in einem Bogen hängend oder bei Aufmerksamkeit über der Rückenlinie getragen wird, wird in Ländern, in denen dies erlaubt ist, ebenfalls in der ersten Lebenswoche kupiert.
Die Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 62 bis 68 Zentimetern; Hündinnen messen 59 bis 65 Zentimeter.
Der Bouvier des Flandres ist relativ häufig in der Farbe schwarz zu sehen; diese Farbe wird durch den Zuchtverband zwar zugelassen, aber nicht vorgezogen. Die erwünschten Farben der belgischen Treibhunderasse sind gelb und grau, die beide auch in gestromten Varianten vorkommen. Augenumrandung, Nase sowie Krallen sind schwarz. Helle oder weiße Abzeichen sind nicht erlaubt. Das Fell des Bouvier ist von mittlerer Länge mit einer sehr dichten Unterwolle und bietet so einen hervorragenden Wetterschutz. Die Rasse besitzt einen ausgeprägten Bart; die Rute ist ebenso wie die Extremitäten befedert. Die Haare besitzen eine raue, leicht gewellte Struktur und glänzen kaum.
Art und Wesen
Der Bouvier des Flandres ist ein ausgesprochen freundlicher, kinderlieber Hund, der sich ideal in seine Familie einfügt. Er besitzt einen ausgeprägten Schutz- und Wachtrieb. Bouviers sind aufgeweckt und intelligent; sie langweilen sich ohne Anforderung daher schnell.
Haltung
Das Fell benötigt regelmäßige Pflege und sollte getrimmt werden.
Aufgrund seines hohen Bewegungsbedürfnisses benötigt er regelmäßige, intensive Spaziergänge. Der Bouvier eignet sich hervorragend als Begleithund für sportliche Aktivitäten oder Agility.
Steckbrief
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| Rasse | Bouvier des Flandres |
| Gruppe | Hüte- und Treibhunde |
| Herkunft | Belgien |
| Schulterhöhe | 59-68 cm |
| Gewicht | 27-40 kg |
| Farben | gelb und grau, auch gestromt, schwarz |
| Pflegeaufwand | hoch |
| Auslauf | hoch |
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