Das richtige Futter

    Aus Mein-Hund.de

    Wie der Mensch ist auch der Hund ein Allesfresser. Die Regeln für ausgewogene Ernährung, die wir für uns Menschen kennen, sind also in ihren Grundzügen auch auf den Hund anwendbar.

    Der Hund - ein Allesfresser

    Anders als die Fleisch fressende Katze kann der Hund auch pflanzliches Protein verwerten. Allerdings ist dies in Fachkreisen umstritten, da der Vorfahre Wolf pflanzliche Nahrungsbestandteile nur in vorverdauter Form und geringen Mengen aus seinen Beutetieren aufnimmt. Für den Hund gut verdaulich kommt es zum Beispiel in Soja, Käse und Eiern vor. Bei Eiern sollte jedoch lediglich das Eigelb gegeben werden. Besonders Welpen haben einen hohen Eiweißbedarf. Kohlenhydrate in Form von Teigwaren, Reis und Kartoffeln liefern dem Hund Energie.

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    Auch Fett, genauer gesagt die im Fett enthaltenen Fettsäuren, sind für den Organismus des Hundes wichtig. Sie werden für verschiedene Körperfunktionen benötigt und erhalten Fell und Haut gesund. Hierbei sollte auf die Omega-3-Fettsäuren geachtet werden. Diese sollten in entsprechenden Futtersorten oder –zusätzen aus naturreinen und pflanzlichen Ölen stammen.

    Ein Mangel an Fettsäuren kann außerdem zu einer Veränderung des Charakters führen, der Hund wird dann entweder apathisch oder nervös.

    Eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien gewährleistet das gesunde Wachstum von Zähnen und Knochen (Phosphor und Kalzium), die Neubildung von Gewebe und Blutzellen und die optimale Absorption von Nährstoffen im Verdauungssystem. Es ist darauf zu achten, dass es weder zu einer Unter- noch zu einer Überversorgung kommt, da beides dem Hund schaden kann.

    Mineralstoffe sind besonders in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:

    • Kalzium in Knochen, Milchprodukten, Brot
    • Phosphor in Knochen, Milchprodukten, Fleisch
    • Kalium in Milchprodukten, Fleisch
    • Kupfer in Knochen, Fleisch
    • Eisen in Fleisch, Brot, Eiern, Gemüse
    • Zink in Fleisch
    • Jod in Fisch, Gemüse und Eiern
    • Magnesium in Eiern und Gemüse
    • Selen in Fleisch und Fisch.

    Das Futter sollte sich ungefähr aus 20 Prozent Eiweiß, 7 Prozent Fetten, 15 Prozent Kohlenhydraten, 3 Prozent Mineralstoffen und 55 Prozent Wasser zusammensetzen. Vorsicht allerdings beim Getreide, denn immer mehr Hunde reagieren allergisch darauf. In diesem Fall sollte Getreide rigoros vom Speiseplan gestrichen werden. Bei den Eiern bitte wieder daran denken, dass lediglich das Eigelb verfüttert wird.

    Auf dem Speiseplan: Mischkost

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    Der Hund benötigt also eine ausgewogene Mischkost. Eine reine Fleischmalzeit frisst er zwar gerne, sie deckt aber nicht seinen Nährstoffbedarf. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Geflügelfleisch für den Hund am leichtesten zu verdauen ist, auf Schweinefleisch sollte ganz verzichtet werden. Rohes Schweinefleisch kann den Aujeszkyschen Virus übertragen. Dieser ist für den Menschen ungefährlich, für den Hund jedoch sehr gefährlich. Knochen, speziell von Geflügel und Lamm, müssen entfernt werden; sie splittern leicht und stellen ein Verletzungsrisiko für den Hund dar. Im schlimmsten Fall kann es zu Perforierungen im Darmtrakt kommen.

    Das Fleisch sollte mit den oben genannten Kohlenhydratspendern oder mit Trockenfutter ergänzt werden, in dem alle notwendigen Nährstoffe und Mineralien, sowie Vitamine bereits enthalten sind. Voraussetzung dafür ist natürlich ein hochwertiges Trockenfutter.

    Speisereste vom Esstisch können nur bedingt an den Hund verfüttert werden, vor allem fettige Speisen wie Soßenreste sind für den Hund nicht geeignet. Blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Zwiebeln sollten vermieden werden, da sie Verdauungsstörungen verursachen. Gleiches gilt für salzhaltige Speisen. Wer keinen Bettler zu Hause haben möchte, sollte generell die Gabe von Lebensmitteln vermeiden, die für den Menschen stammen.


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    Das große Angebot an Fertigfutter macht es dem Hundehalter heute leicht, seinem Haustier die optimale Versorgung mit Nährstoffen zu bieten. Egal ob feuchtes Dosenfutter oder Trockenfutter, die Zusammensetzung dieser Futtermittel ist stets ausgewogen und auf die verschiedensten Bedürfnisse abgestimmt: Gehaltvolles Welpenfutter versorgt den kleinen Hund mit allem, was er für ein gesundes Wachstum braucht.

    Wohnungshunde oder Hunde mit Bewegungsmangel haben einen niedrigeren Energiebedarf und werden leicht überfüttert. Um Übergewicht zu vermeiden, kann man hier auf kalorienreduziertes Fertigfutter zurückgreifen. Auch für Hunde mit Erkrankungen wie zum Beispiel Nierenschäden erhält man im Handel das geeignete Fertigfutter.

    Wie viel und wie oft soll man einen Hund füttern?

    Grundsätzlich gilt, dass kleine Hunde natürlich einen sehr viel geringeren Kalorienbedarf haben als große. Ein kleiner Yorkshire Terrier benötig täglich etwa 210 Kalorien, um seinen Energiebedarf zu decken, bei einem Berner Sennenhund hingegen kann der Bedarf 2800 Kalorien pro Tag erreichen.

    Die Hersteller von Fertignahrung geben auf den Etiketten Richtwerte zu den Futtermengen an. Stellt man allerdings eine Gewichtszu- oder -abnahme beim Hund fest, sollte man die Futtermenge dementsprechend anpassen. Hunde lieben es zu fressen und hören oft auch dann nicht auf, wenn sie bereits satt sind. Ein gierig leer gefressener Napf bedeutet also nicht, dass der Hund noch mehr Futter braucht.

    Im Gegenzug gibt es auch Hunde, die sofort aufhören zu fressen, wenn sie satt sind. Das sind meist die Vierbeiner, die genau wissen, dass ihnen immer ausreichend Futter zur Verfügung steht. Im Zweifel kann auch hier der Fachmann, zum Beispiel der Tierarzt, befragt werden. Seriöse Tierärzte weisen von selbst auf Über- oder Untergewicht beim Hund hin.

    Auf der anderen Seite sind Hunde häufig sehr heikel und versuchen, durch Verweigerung des Fressens den Besitzer dazu zu bringen, etwas Feineres in den Napf zu füllen. Auf dieses Verhalten sollte man nicht eingehen, da man den Hund damit erst recht zu einem schwierigen Esser erzieht. Reste der Mahlzeit sollten gleich entsorgt werden. Dosenfutter sollte höchstens eine Stunde stehen bleiben, da es schnell verdirbt, Trockenfutter hält im Napf bis zu einem Tag.

    Große Hunde nehmen ihre Tagesration in einer Mahlzeit zu sich, kleine bevorzugen oft zwei bis drei kleinere Mahlzeiten am Tag. Wichtig dabei: Hunde müssen nach den Mahlzeiten wenigstens eine Stunde ruhen. Bei zu heftigem Toben und Spielen nach dem Fressen ist eine Magendrehung keine Seltenheit.

    Es ist meist kein Problem, mehrere Hunde zusammen zu halten, trotzdem sollte jeder Hund seinen eigenen Fressnapf haben, so kommt keiner zu kurz und der Futterneid wird in Grenzen gehalten. Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Futterneid bei seinen Gefährten beobachtet, sollte die Fütterung in getrennten Räumen vornehmen.

    Welpenfütterung

    Kleine Welpen werden, sofern keine Muttermilch vorhanden ist, anfangs sechsmal, später nur noch viermal pro Tag mit der Flasche gefüttert. Vorzugsweise verwendet man zu diesem Zweck Fertigmilchpulver aus dem Fachhandel, da es der Zusammensetzung der Muttermilch entspricht. Ab dem zweiten Monat kann sich der junge Hund weitgehend von fester Hundenahrung ernähren.Welpenkäufer verwenden idealerweise das vom Züchter bereits eingeführte Futter weiter. Eine Probe, die für die ersten Tage nach dem Kauf ausreichend ist, geben seriöse Züchter ohnehin mit.

    Wasser

    Unabhängig von den Mahlzeiten muss dem Hund immer ein Napf mit frischem Wasser zur Verfügung stehen.


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