Das richtige Futter
Aus Mein-Hund.de
Wie der Mensch ist auch der Hund ein Allesfresser. Die Regeln für ausgewogene Ernährung, die wir für uns Menschen kennen, sind also in ihren Grundzügen auch auf den Hund anwendbar.
Der Hund - ein Allesfresser
Anders als die Fleisch fressende Katze kann der Hund auch pflanzliches Protein verwerten. Für den Hund gut verdaulich kommt es zum Beispiel in Soja, Käse und Eiern vor. Besonders Welpen haben einen hohen Eiweißbedarf. Kohlenhydrate in Form von Getreide, Teigwaren, Reis und Kartoffeln liefern dem Hund Energie.
Auch Fett, genauer gesagt die im Fett enthaltenen Fettsäuren, sind für den Organismus des Hundes wichtig. Sie werden für verschiedene Körperfunktionen benötigt und erhalten Fell und Haut gesund.
Ein Mangel an Fettsäuren kann außerdem zu einer Veränderung des Charakters führen, der Hund wird dann entweder apathisch oder nervös.
Eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralien gewährleistet das gesunde Wachstum von Zähnen und Knochen (Phosphor und Kalzium), die Neubildung von Gewebe und Blutzellen und die optimale Absorption von Nährstoffen im Verdauungssystem. Es ist darauf zu achten, dass es weder zu einer Unter- noch zu einer Überversorgung kommt, da beides dem Hund schaden kann.
Mineralstoffe sind besonders in folgenden Nahrungsmitteln enthalten:
- Kalzium in Knochen, Milchprodukten, Brot
- Phosphor in Knochen, Milchprodukten, Fleisch
- Kalium in Milchprodukten, Fleisch
- Kupfer in Knochen, Fleisch
- Eisen in Fleisch, Brot, Eiern, Gemüse
- Zink in Fleisch
- Jod in Fisch, Gemüse und Eiern
- Magnesium in Eiern und Gemüse
- Selen in Fleisch und Fisch.
Das Futter sollte sich ungefähr aus 20 Prozent Eiweiß, 7 Prozent Fetten, 15 Prozent Kohlenhydraten, 3 Prozent Mineralstoffen und 55 Prozent Wasser zusammensetzen.
Auf dem Speiseplan: Mischkost
Der Hund benötigt also eine ausgewogene Mischkost. Eine reine Fleischmalzeit frisst er zwar gerne, sie deckt aber nicht seinen Nährstoffbedarf. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Geflügelfleisch für den Hund am leichtesten zu verdauen ist, auf Schweinefleisch sollte ganz verzichtet werden. Knochen, speziell von Geflügel und Lamm, müssen entfernt werden; sie splittern leicht und stellen ein Verletzungsrisiko für den Hund dar.
Das Fleisch sollte mit den oben genannten Kohlenhydratspendern oder mit Trockenfutter ergänzt werden. Für die Zusammensetzung einer Hundemahlzeit gelten folgende Richtwerte: 40 Prozent Nudeln oder Reis, 40 Prozent Fleisch und 20 Prozent Gemüse.
Speisereste vom Esstisch können nur bedingt an den Hund verfüttert werden, vor allem fettige Speisen wie Soßenreste sind für den Hund nicht geeignet. Blähende Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte und Zwiebeln sollten vermieden werden, da sie Verdauungsstörungen verursachen.
Das große Angebot an Fertigfutter macht es dem Hundehalter heute leicht, seinem Haustier die optimale Versorgung mit Nährstoffen zu bieten. Egal ob feuchtes Dosenfutter oder Trockenfutter, die Zusammensetzung dieser Futtermittel ist stets ausgewogen und auf die verschiedensten Bedürfnisse abgestimmt: Gehaltvolles Welpenfutter versorgt den kleinen Hund mit allem, was er für ein gesundes Wachstum braucht.
Wohnungshunde oder Hunde mit Bewegungsmangel haben einen niedrigeren Energiebedarf und werden leicht überfüttert. Um Übergewicht zu vermeiden, kann man hier auf kalorienreduziertes Fertigfutter zurückgreifen. Auch für Hunde mit Erkrankungen wie zum Beispiel Nierenschäden erhält man im Handel das geeignete Fertigfutter.
Wie viel und wie oft soll man einen Hund füttern?
Grundsätzlich gilt, dass kleine Hunde natürlich einen sehr viel geringeren Kalorienbedarf haben als große. Ein kleiner Yorkshire Terrier benötig täglich etwa 210 Kalorien, um seinen Energiebedarf zu decken, bei einem Berner Sennenhund hingegen kann der Bedarf 2800 Kalorien pro Tag erreichen.
Die Hersteller von Fertignahrung geben auf den Etiketten Richtwerte zu den Futtermengen an. Stellt man allerdings eine Gewichtszu- oder -abnahme beim Hund fest, sollte man die Futtermenge dementsprechend anpassen. Hunde lieben es zu fressen und hören oft auch dann nicht auf, wenn sie bereits satt sind. Ein gierig leer gefressener Napf bedeutet also nicht, dass der Hund noch mehr Futter braucht.
Auf der anderen Seite sind Hunde häufig sehr heikel und versuchen, durch Verweigerung des Fressens den Besitzer dazu zu bringen, etwas Feineres in den Napf zu füllen. Auf dieses Verhalten sollte man nicht eingehen, da man den Hund damit erst recht zu einem schwierigen Esser erzieht. Reste der Mahlzeit sollten gleich entsorgt werden. Dosenfutter sollte höchstens eine Stunde stehen bleiben, da es schnell verdirbt, Trockenfutter hält im Napf bis zu einem Tag.
Große Hunde nehmen ihre Tagesration in einer Mahlzeit zu sich, kleine bevorzugen oft zwei bis drei kleinere Mahlzeiten am Tag.
Es ist meist kein Problem, mehrere Hunde zusammen zu halten, trotzdem sollte jeder Hund seinen eigenen Fressnapf haben, so kommt keiner zu kurz und der Futterneid wird in Grenzen gehalten.
Welpenfütterung
Kleine Welpen werden, sofern keine Muttermilch vorhanden ist, anfangs sechsmal, später nur noch viermal pro Tag mit der Flasche gefüttert. Vorzugsweise verwendet man zu diesem Zweck Fertigmilchpulver aus dem Fachhandel, da es der Zusammensetzung der Muttermilch entspricht. Ab dem zweiten Monat kann sich der junge Hund weitgehend von fester Hundenahrung ernähren.
Wasser
Unabhängig von den Mahlzeiten muss dem Hund immer ein Napf mit frischem Wasser zur Verfügung stehen.
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