Die Körperpflege

Aus Mein-Hund.de

Auch beim Hund ist Körperpflege ein äußerst wichtiges Thema - und zwar nicht nur im Hinblick auf das heute übliche enge häusliche Zusammenleben mit dem Menschen. Ein gepflegter Hund ist in aller Regel gesünder, fühlt sich wohler, sieht schöner aus und ist auch besser erzogen als seine ungepflegten Artgenossen.

Ab in die Badewanne?

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Das Hundefell ist mit einem natürlichen Schutz vor Nässe, Kälte und Austrocknen ausgestattet. Um dieses Schutzsystem nicht zu zerstören, sollte man auf zu häufiges Baden verzichten. Maximal alle drei Monate benötigt der Hund eine gründliche Reinigung. Eine Ausnahme bildet natürlich eine besonders starke oder übel riechende Verschmutzung des Fells.

Beim Baden ist sehr behutsam vorzugehen, um den Hund nicht zu erschrecken. Der Hund wird mit lauwarmem Wasser und einem sanften Duschstrahl nass gemacht, dann von hinten nach vorne eingeseift. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass weder Wasser noch Seife in Augen und Ohren gerät.

Die Ohren schützt man zu diesem Zweck mit einem Wattebausch. Anschließend wird das Shampoo gründlich ausgespült und der Hund gut abgerubbelt. Wenn der Hund es sich gefallen lässt, kann man das Fell auch vorsichtig trocken föhnen. Man sollte besonders darauf achten, dass sich zwischen den Zehen keine Seifenreste absetzen, da dies häufig zu Hautreizungen führt.

Im Handel findet man die geeigneten Hundeshampoos, die auf den ph-Wert der Hundehaut abgestimmt sind und sie nicht unnötig austrocknen. Vor allem zu stark parfümierte Produkte sollte man meiden, Hunde empfinden solche intensiven Düfte oft als unangenehm und versuchen, sie durch wälzen wieder loszuwerden ? wodurch die ganze Badeprozedur wieder hinfällig gemacht wird.

Im Winter sollte man generell auf das Baden des Tieres verzichten, ist es dennoch einmal nötig, darf der Hund nach der Reinigung nicht gleich ins Freie. Er sollte sich erst durch etwas Bewegung im Haus aufwärmen. Leichtere Verschmutzungen des Fells lassen sich auch gut mit einem feuchten Tuch entfernen.

Gesundes und kräftiges Fell

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Das Fell des Hundes ist gewissermaßen seine Visitenkarte, gleichzeitig aber auch die seines Halters. Der Zustand des Haarkleides ist immer auch ein Indiz für das Verhältnis zwischen Mensch und Hund. Für alle Hunde – ob Kurz-, Stock- oder Langhaar – gilt gleichermaßen: ihr Fell muss regelmäßig, das heißt mindestens einmal wöchentlich, gründlich gekämmt und/oder gebürstet werden. Besondere Sorgfalt ist während des Haarwechsels geboten.

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Zur Fellpflege des Hundes sollte man sich zunächst eine Grundausstattung an Pflegegeräten anschaffen. Dazu wählt man die für die Fellart des Hundes passenden Kämme und Bürsten sowie eine Krallenschere. Die verschiedenen Haartypen lassen sich in Langhaar, Kurzhaar, Kraushaar, Glatt- und Rauhaar jeweils mit oder ohne Unterwolle einteilen.

Das komplette Fell sollte zunächst mit einem weitzinkigen Kamm durchgearbeitet werden. Auf diese Weise werden größere Knoten entdeckt, die dann entweder vorsichtig gelöst oder, falls dies nicht möglich ist, herausgeschnitten werden. Mit einem engzinkigen Kamm werden anschließend abgestorbene Haare entfernt.

Bei der Auswahl der Bürste gilt grundsätzlich, dass die Borsten so lang sein müssen, dass sie bis auf die Haut des Hundes reichen, damit auch die Unterwolle gereinigt wird. Für kurzhaarige Rassen lässt sich auch gut ein Borstenhandschuh verwenden. Drahtstriegel sind vorsichtig anzuwenden, da sie leicht die Haut des Hundes verletzen.

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Man beginnt mit gründlichen Bürstenstrichen gegen den Strich, anschließend werden die Haare in Wuchsrichtung ausgebürstet. Kurzhaarige Rassen sollten einmal pro Woche gekämmt werden, langhaarige mehrmals pro Woche. Das Fell hat so nicht die Möglichkeit, allzu unangenehme Knoten zu bilden, und der Hund lässt weniger Haare in der Wohnung.

Langhaarige und drahthaarige Rassen wie zum Beispiel der Foxterrier sollten außerdem mindestens zweimal pro Jahr vom Spezialisten getrimmt werden. Bei diesem Vorgang werden alle abgestorbenen Haare von Hand entfernt. Bei langhaarigen Rassen empfiehlt es sich, die Haare an Augen, Lefzen, After und Geschlechtsorganen mit einer Schere zu kürzen. Aus Sicherheitsgründen verwendet man eine Schere mit abgerundeten Spitzen, so vermeidet man Verletzungen, falls der Hund sich unerwartet bewegt.

Pflege der Pfoten

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Die Pfoten bedürfen vor allem im Winter besonderer Pflege. Da Kälte zusammen mit Streusalz und Splitt die Haut an den Ballen oft spröde macht, sollte man die Pfoten durch das Aufbringen von speziellen Pflegesprays oder Vaseline vor dem Austrocknen schützen. So bleiben sie widerstandsfähig gegen Verletzungen und Risse.

Bei kälteempfindlichen Tieren kann man es auch mit Hundeschühchen versuchen, die allerdings von vielen Hunden verschmäht werden. Nach dem Spaziergang sollten Eis- und Salzreste mit lauwarmem Wasser von den Pfoten entfernt werden.

Den Krallen des Hundes sollte ebenfalls Aufmerksamkeit gewidmet werden. Sie müssen regelmäßig mit einer Krallenschere oder -zange gekürzt werden, wobei auch die Afterklauen nicht vergessen werden dürfen. Die Verwendung dieser Werkzeuge wird am besten von einem Spezialisten demonstriert, denn auf keinen Fall darf in die durchblutete Partie der Krallen geschnitten werden.

Reinigung von Augen, Ohren und Zähnen

Zum Reinigen von Augen, Ohren und Zähnen gibt es im Fachhandel geeignete Präparate. Die Augen können auch mit Kamillenlösung gereinigt werden. Mit fusselfreiem Material, zum Beispiel einer sterilen Mullkompresse, wischt man dabei das Auge von innen nach außen sauber.

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Zur Reinigung der Ohren befeuchtet man ein Wattestäbchen oder Papiertaschentuch mit Reinigungslösung und wischt damit die Ohrmuschel von innen nach außen ab. Auf keinen Fall darf man zu tief in den Gehörgang eindringen. Die Reinigung bietet eine gute Gelegenheit, das Ohr auf krankhafte Veränderungen hin zu überprüfen und zu üppig wucherndes Haar vor dem Gehörgang zu stutzen.

Die Zähne werden entweder mit einem feuchten Tuch oder einer weichen Zahnbürste und einem speziellen Desinfektionsmittel gereinigt. Alternativ kann auch eine Tinktur aus einem Teelöffel Natron auf ein Glas lauwarmes Wasser verwendet werden. Der Zahnbelag und somit der unangenehme Mundgeruch wird so in Grenzen gehalten. In regelmäßigen Abständen sollte das Gebiss durch einen Spezialisten von bakteriellem Zahnbelag gereinigt werden.


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