Fell und Haut

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    Grundsätzlich ist das Hundefell eine Zusammensetzung aus zwei Typen: dem äußeren und meist längeren Deckhaar (auch Grannenhaar), das eher grob strukturiert ist, sowie der weicheren Unterwolle (auch Beihaar), aus der das Deckhaar hervorragt.

    Abweichungen sind jedoch möglich, da nicht alle Hunde ein doppellagiges Fell besitzen. Außerdem gibt es Unterschiede in Dichte und Verteilung der Haare. So besitzen beispielsweise Sibirische Huskys deutlich dichteres Haar als Yorkshire Terrier. Außerdem gibt es sowohl Hunde mit viel Deck-, aber nur wenig Unterhaar als auch die umgekehrte Variante.

    Das Haarkleid von Hunden unterscheidet sich zudem in der Haarlänge, oftmals sogar innerhalb einer Rasse wie beim Dackel. Ursprünglich sind diese Unterschiede auf die jeweiligen Umweltbedingungen zurückzuführen, denen die Hunde bei ihrer Entstehung ausgesetzt waren.

    In vielen Fällen hat auch hier der Mensch eingegriffen und ästhetische Aspekte ins Spiel gebracht. Haarlose Tiere sind äußerst selten, es handelt sich hierbei um eine Veränderung des Erbmaterials durch gezielte Züchtung. Viele Nackthunde haben Nachkommen, die zumindest zum Teil behaart sind.

    Das Wachstum des Fells lässt sich in Zyklen aufteilen, in denen auf eine Wachstumsphase eine Zeit des Übergangs und schließlich der Ruhe folgt. Die Jahreszeit sowie die Temperatur beeinflussen diesen Zyklus, ebenso die Ernährung, Hormone und Stress. Im Frühling und Herbst haaren Hunde normalerweise am stärksten, die alten Haare werden abgestoßen, neue kommen nach. Im Winter ruht das Haar. Die veränderte Hundehaltung im Vergleich zu früher stört diesen normalen Kreislauf, sodass manche Hunde das ganze Jahr über haaren.

    Neben den normalen Körperhaaren verfügen Hunde auch noch über zwei Haartypen, die als Tastrezeptoren dienen: die Einzelhaare, die sich über den ganzen Körper verteilen, sowie die Tasthaare an Kopf und Hals.

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    Farblich gibt es alle erdenklichen Varianten, wobei manche Rassen wie die Sennenhunde stets nur in einer Färbung auftauchen, andere dagegen verschiedenste Farben annehmen können, wie z.B. der Afghane.

    Die Haut von Hunden bildet zusammen mit dem Fell einen natürlichen Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. Durch Drüsenausscheidungen erhält das Fell seinen Glanz und die Haut wird genährt. Dabei besteht die Haut aus einer nicht besonders widerstandsfähigen Epidermis und einer kräftigen, elastischen, darunter liegenden Lederhaut, die für die Festigkeit sorgt und die Blut- und Nervenzufuhr zur Oberhaut sichert. Die einzelnen Hautdrüsen finden sich in der Lederhaut.

    Das Besondere an der Hundehaut ist neben ihrer Empfindlichkeit im Vergleich zur Haut des Menschen die Tatsache, dass bestimmte Partien für besondere Funktionen umgewandelt wurden. So ist die Haut an den Pfoten, zu der man auch die Krallen zählen muss, auf Dauerbelastung ausgelegt. Sie ist dicker und viel weniger hitzeempfindlich als die normale Haut und besitzt Schweißdrüsen, die für ihre Elastizität sorgen.

    Die Haut am After ist zur Duftmarkierung und somit zur sozialen Wahrnehmung modifiziert. Die so genannten Analbeutel scheiden eine Substanz aus, die der Reviermarkierung und Wiedererkennung dient.