Frühlingszeit ist Zeckenzeit

    Aus Mein-Hund.de

    Gerade erst sind die Temperaturen auf ein angenehmes Maß angestiegen und alle Welt freut sich, dass man endlich wieder mehr draußen sein kann, allen voran natürlich die geliebten Vierbeiner. Doch obwohl der Winter lang und hart war, sind schon nach drei, vier Tagen Frühling die ersten Zecken auf dem Hundekörper zu finden. Und diese stellen eine echte Gefahr dar, wie das Video verdeutlicht:

    Krankheiten durch Zecken

    Durch infizierte Zecken können verschiedene Erkrankungen beim Hund ausgelöst werden. Zum Einen ist da natürlich die bekannte Borreliose. Sie geht einher mit Fieberschüben und Störungen im Bewegungsapparat und entsteht durch ein Erythema migrans. Dieses zeichnet sich durch eine Hautrötung aus, die entzündlich ist und sich kreisförmig um die Bissstelle der Zecke ausbreitet. Außerdem kann die Entzündung ins benachbarte Gewebe übergehen. Doch nicht immer führt diese kreisrunde Entzündung auch zur Borelliose.

    Zum Anderen kann die Babesiose durch Zecken übertragen werden. Sie zeichnet sich durch

    • Fieberschübe,
    • deutliche Schwächung im Allgemeinen und
    • Anämie, also den Mangel an roten Blutkörperchen, aus.

    Nicht selten kommt es hierbei zu Todesfällen.

    In beiden Fällen schützt die Erkrankung, selbst wenn sie gut überstanden wurde, nicht vor neuen Infektionen.

    Schutz vor Zecken

    Empfohlen wird deshalb ein Prophylaxe-Schutz. Dieser kann mit Spot-On-Präparaten erreicht werden, wobei sich diese nochmals in pflanzliche Präparate und solche, die nur beim Tierarzt direkt zu beziehen sind, unterscheiden lassen. Welches Präparat beim eigenen Hund am besten wirkt, muss getestet werden. In vielen Fällen verflüchtigt sich die hervorragende Wirkung des Präparats aus dem Vorjahr im kommenden Jahr, so dass auf ein anderes Mittel umgestiegen werden muss. Die Beratung durch den Tierarzt ist deshalb sinnvoll. Die Spot-On-Präparate werden prophylaktisch alle vier Wochen im Genick, bei großen Hunden zusätzlich an der Schwanzwurzel, aufgetragen. Nach dem Auftrag sollte das Tier 48 Stunden nicht mit Wasser in Berührung kommen.

    Impfungen umstritten

    Ebenfalls finden sich in der modernen Tiermedizin zwei Impfstoffe gegen die Borreliose, die gegen zwei verschiedene Untergruppen der Erreger wirken sollen. Dadurch kann der Impfstoff die Borreliose nicht vollständig verhindern, denn kommt der Hund mit eben der Untergruppe, gegen die er nicht geimpft ist, in Kontakt, so kann sich die Erkrankung dennoch entwickeln. Die Grundimmunisierung beginnt mit zwei Spritzen, die im Abstand von vier Wochen verabreicht werden. Ein halbes Jahr später folgt die dritte Impfung. Und anschließend sollte jährlich eine Auffrischungsimpfung, idealerweise mit Beginn der Zeckensaison (März / April / Mai) verabreicht werden.

    Da die Impfstoffe nur gegen eine Untergruppe der Zecken helfen und zusätzlich noch Mehrkosten verursachen, werden sie nicht von allen Hundehaltern angenommen. Dabei sind die Impfkosten mit etwa 30 Euro pro Jahr (Stand April 2013) nicht überhöht.

    Allerdings entbindet die Impfung nicht von der Pflicht, auch weiterhin Spot-On-Präparate aufzutragen, die vor dem Kontakt mit Zecken schützen. Diese sind ebenfalls für ca. 30 Euro erhältlich (Stand April 2013). Dafür erhält man sechs Ampullen zu einem Milliliter, die für einen kleinen Hund für sechs Monate reichen. Sie schützen übrigens auch vor Flöhen und anderem Ungeziefer.


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