Gesundheit - Hunde

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Mit der Anschaffung eines Hundes übernimmt man gleichzeitig die Verantwortung für dessen Gesundheit. Wichtig ist also zunächst, den Lebensraum in der Wohnung für den Hund sicher zu gestalten, denn auch Hunde können Opfer von "Haushaltsunfällen" werden. Stromkabel, Chemikalien, Putzmittel oder giftige Zimmerpflanzen müssen so platziert werden, dass sie der Kaufreude des Hundes nicht zum Opfer fallen können. Bei Auftreten von Vergiftungserscheinungen muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden.

Inhaltsverzeichnis

Tierarzt

Der Welpe sollte zunächst vom Tierarzt gründlich untersucht werden, der dann auch gleich die empfohlenen Impfungen durchführen kann. Die so genannte SHLPT-Impfung schützt den Hund vor den gefährlichen Krankheiten Staupe (Zuckungen, Lustlosigkeit, gerötete Augen, Husten, Nasenausfluss, Fieber), Hepatitis (starke Leibschmerzen, Fieber, gelegentlich Krämpfe, gelblicher Durchfall), Leptospirose (starker Durst, Erbrechen, hohes Fieber, allgemeine Entkräftung), Parvovirose (Entkräftung, Fieber, Erbrechen, Blutdurchfall) und Tollwut (verengte Pupillen, unbewusste Bewegung der Augäpfel, heiseres Bellen, Schaum vor dem Maul, Erregbarkeit, Lähmung der Zunge). Auf Grund der Übertragbarkeit der Tollwut auf den Menschen ist diese Impfung gesetzlich vorgeschrieben. Über den genauen Impfplan und eventuelle Auffrischimpfungen informiert der Tierarzt. Eine jährliche medizinische Vorsorgeuntersuchung hilft oft, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und dadurch Behandlungskosten zu sparen. Wer sich vor hohen Tierarztrechnungen fürchtet, kann auch eine spezielle Hundekrankenversicherung abschließen.

Körperpflege

Eine gute Gelegenheit, den Hund auf krankhafte Veränderungen hin zu untersuchen, bietet die Körperpflege. Üble Gerüche oder Ausfluss aus Ohren, Augen und Maul sind oft ein Hinweis auf eine Infektion. Auch ein verändertes Verhalten kann auf eine beginnende Krankheit hinweisen. Zeigt sich der Hund desinteressiert, apathisch und niedergeschlagen, kann dies ein Anzeichen für Schmerzen oder Unwohlsein darstellen, deren Ursachen man genau nachgehen sollte. Bei Verdacht auf Fieber misst man die Rektaltemperatur des Tieres. Im Fachhandel erhält man Thermometer, die für die Anwendung beim Hund geeignet sind. Die Normaltemperatur des Hundes liegt bei 38,5 °C, ab 39 °C spricht man von Fieber. Eine Temperatur unter 38 °C kann Anzeichen für einen schweren Schock oder eine Unterkühlung sein.

Nahrung

Hunde fressen gerne alles, was sie auf dem Boden finden, und genauso gerne wälzen sie sich in allem, dessen Geruch für sie attraktiv ist. Leider ist dieses Verhalten nicht immer sehr hygienisch und kann dem Hund allerhand Mitbewohner bescheren. Äußerlich nisten sich in seinem warmen Fell gerne blutsaugende Ungeziefer wie Flöhe, Läuse und Zecken ein. Diese kleinen Tiere sind nicht nur unangenehm für den Hund, sie können auch Krankheiten übertragen. Stellt man also fest, dass der Hund sich trotz regelmäßiger Fellpflege ständig kratzt, ist eine nähere Untersuchung des Fells angezeigt. Stellt man den Befall mit Fellparasiten fest, sollte so schnell wie möglich gehandelt werden, um den Hund von den Plagegeistern zu befreien und eine Ausbreitung des Ungeziefers zu verhindern. Im Fachhandel erhält man geeignete Shampoos, Puder oder Sprays, mit denen sich Läuse, Zecken und Flöhe problemlos vernichten lassen. Dabei ist es wichtig, den Produktanweisungen genau zu folgen. In der Regel ist eine mehrmalige Behandlung notwendig, um auch später schlüpfende Läuse und Flöhe abzutöten. Eine gründliche und weiträumige Reinigung des Hundelagers ergänzt die Ungezieferbekämpfung, denn besonders Flöhe benötigen nicht unbedingt das Fell ihres Wirtes, um sich zu vermehren. Vorbeugend hat sich der Einsatz von Zecken- und Flohhalsbändern bewährt.

Innerlich werden Hunde oft von Darmparasiten, wie zum Beispiel Würmern, befallen. Diese Parasiten sind nicht nur unappetitlich, sie können auch Stoffwechselstörungen verursachen. Mindestens zweimal jährlich sollte man deshalb mit dem Hund eine Wurmkur durchführen. Prophylaktische Präparate gegen Wurmbefall sind beim Tierarzt oder im Fachhandel erhältlich.

Medikamente

Das Eingeben von Medikamenten stellt allerdings häufig eine Herausforderung für den Hundebesitzer dar, denn er stößt dabei oft auf einigen Widerstand des Tieres. Manche Mittel können nicht mit dem Futter verabreicht werden, weil der Tierarzt davon abrät oder das Tier das anders schmeckende Futter nicht annimmt. Man muss den Hund also dazu bringen, die Medizin "ungetarnt" zu sich zu nehmen. Tabletten mit rauer Oberfläche lassen sich oft schwer schlucken und werden deshalb wieder ausgespuckt. Wenn es in Verbindung mit dem Medikament kein Problem darstellt, ist es sinnvoll, die Tablette mit etwas Öl oder Vaseline einzureiben. Sie rutscht dann besser und wird nicht als so unangenehm empfunden. Durch das Andrücken der oberen Lefzen an den Kiefer kann man den Hund zwingen, sein Maul zu öffnen, die Pille wird dann möglichst weit hinten auf die Zunge gelegt. Flüssige Medikamente lassen sich gut mit einer sauberen Spritze ohne Nadel eingeben. Dabei hält man den Kopf des Hundes leicht nach oben und führt die Spritze hinter den Eckzähnen in den Fang ein. Alle Maßnahmen sollten auf ruhige und sichere Weise durchgeführt werden, um den Hund nicht zu erschrecken.


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