Häufige Gelenkschäden

    Aus Mein-Hund.de

    Diskusprolaps

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    Manche Hunderassen zeigen eine besonders ausgeprägte Anfälligkeit für Bandscheibenschäden. Dackel (Dackellähme), Pekinese und Pudel sind davon besonders betroffen, aber auch größere Rassen wie Schäferhund und Dobermann-Pinscher. Ab einem Alter von zehn Jahren können Wirbelsäulenerkrankungen aber bei allen Rassen auftreten.

    Je nach Schwere des Schadens unterscheidet man die Bandscheibendegeneration, also eine Abnutzung der Bandscheibe, den Bandscheibenvorfall, bei dem die Bandscheibe etwas in den Wirbelkanal vorrutscht, und den Bandscheibenvorfall mit Rückenmarkskompression, bei dem auch der Nervenstrang des Rückenmarks in Mitleidenschaft gezogen wird. Alle drei Erkrankungsformen lösen starke Schmerzen aus, bei einer Schädigung von Nervengewebe kommt es zu Lähmungserscheinungen im betroffenen Körperabschnitt.

    Hüftgelenksdysplasie (HD)

    Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine Fehlstellung des Hüftgelenks, die zur Abnutzung des Gelenkknorpels zwischen Hüfte und Oberschenkelknochen führt. Die aufgeraute Knorpeloberfläche entzündet sich leicht und es kommt zu einer schmerzhaften Arthritis.

    Besonders große und sehr große Rassen, wie zum Beispiel der Schäferhund und der Dobermann, neigen zu dieser Erkrankung, die im Grunde nicht behandelbar ist.

    Ellbogendysplasie (ED)

    Die Ellebogendysplasie (ED) ist eine genetisch bedingte Entwicklungsstörung des Ellbogengelenks des Hundes, die dadurch ensteht, dass Oberarmknochen, Elle und Speiche nicht genau zueinander passen. So baut sich das Ellebogengelenk chronisch um, was für das Tier sehr schmerzhaft sein kann.

    Die ED entwickelt sich meist im Alter von vier bis acht Monaten, in der Spätwachstumsphase des Hundes. Symptome sind Lähmungserscheinungen und eingeschränkte Bewegungsfreiheit des Ellebogengelenks, in späteren Stadien kommt es oftmals zu Arthrose. Leider kann die Erkrankung nicht geheilt werden, jedoch kann man durch verschiedene Therapien den Schmerz lindern.

    Häufig von ED betroffen sind großwüchsige Hunderassen wie der Golden Retriever, der Neufundländer, der Deutsche Schäferhund, die Bordeaux-Dogge, der Labrador Retriever, der Chow-Chow, der Rottweiler und der Berner Sennenhund.