Hautkrankheiten

    Aus Mein-Hund.de

    Neben den Hautreizungen durch Floh-, Läuse- und Zeckenbisse kann der Hund verschiedene andere Hautkrankheiten entwickeln.

    Futterallergie

    Heftiger Juckreiz am ganzen Körper kann durch Zusatzstoffe im Futter oder eine Eiweißallergie ausgelöst werden. Auch Hautentzündungen sind in diesem Zusammenhang möglich. Der Tierarzt vermag durch die Verordnung einer Spezialdiät den Allergieauslöser feststellen. Hält man sich an diese Diät und die Anweisungen des Tierarztes, kann der Juckreiz abheilen.

    Atopie

    Die Atopie ist das Gegenstück zum menschlichen Heuschnupfen oder der Stauballergie. Beim Hund kommt es allerdings kaum zu Auswirkungen auf die Schleimhäute an Augen und Nase, sondern die Allergieanzeichen beschränken sich auf die Körperhaut. Pollen und Staub lösen Juckreiz und Entzündungen aus und es kann auch zu Haarausfall kommen.

    Wie beim Menschen gestaltet sich die Suche nach dem Allergieauslöser oft schwierig. Manchmal ist es möglich, die Allergie durch aufmerksame Beobachtung auf eine bestimmte Pollenart einzugrenzen. Auch ein Allergietest kann zu einem Ergebnis führen.

    Milben

    Die häufigste Milbenart ist die Ohrmilbe, die sich im Ohr des Tieres einnistet. Andere Milbenarten befallen die Haut. Die jeweils geeignete Behandlungsart muss vom Tierarzt festgelegt werden.

    Hautpilze

    Hautpilze verursachen oft überhaupt keine Symptome, sind aber dennoch ansteckend, auch für den Menschen. Die Pilzsporen befinden sich im Fell, auf dem Lager und in der Luft. Manchmal äußert sich ein Pilzbefall durch Juckreiz oder Schuppenbildung. Hat man den Verdacht, dass der Hund mit einem Hautpilz infiziert ist, sollte man dem Tierarzt die nähere Diagnose überlassen.

    Bakterielle Hautkrankheiten

    Bakterien können sowohl Infektionen der Oberhaut als auch der tiefer liegenden Hautschichten verursachen. In der Oberhaut bilden sich besonders bei dickfelligen Rassen wie dem Deutschen Schäferhund oft nässende Ekzeme, ausgelöst durch kleine Verletzungen oder auch Allergien. Hautfalten, zum Beispiel an Lefzen und Rute, bilden ebenfalls eine gute Angriffsfläche für Bakterien.

    An diesen Stellen kann es zu eitrigen Entzündungen kommen, die man auch durch ihren üblen Geruch bemerkt. Faltige Haut, wie beispielsweise die der Bulldogge, ist anfällig für Eiterflechte und Akne. Erstere tritt vor allem am Bauch und an den Beinen auf, letztere beschränkt sich auf den Vorderkopf.

    Tiefer gehende Hautkrankheiten sind für den Hund wesentlich schmerzhafter und gefährlicher. Vor allem Rüden werden von Staphylokokken heimgesucht, die eine schmerzhafte Entzündung mit Rötung und Juckreiz zwischen den Zehen auslösen. Diese Erkrankung muss mit einer ausgedehnten Antibiotika-Kur behandelt werden. Eitrige Entzündungen des Nasenrückens können sich auf das ganze Gesicht ausbreiten.

    Manche Hunde entwickeln durch das Liegen auf hartem Untergrund eine Hornhaut an den Gelenken, die sich ebenfalls eitrig entzünden kann. All diese tiefer liegenden Hauterkrankungen erfordern eine äußerst langwierige Behandlung.