Hokkaido

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    Der Hokkaido stammt aus Japan und ist heute zu den Jagd- und Begleithunden zu zählen. Seinen Namen erhielt er von der Insel Hokkaido. Der mittelgroße Hund ist kräftig gebaut und trotzdem sehr flink und leichtfüßig.

    Die hohe Ausdauer macht diesen Hund zum idealen sportlichen Partner, jedoch in der Regel nur für eine einzige Bezugsperson.

    Steckbrief

    Gruppe Spitze und Hunde vom Urtyp
    FCI - Standard Nr. 261
    Herkunft Japan
    Schulterhöhe 48,5 – 51,5 cm für Rüden
    45,5 – 48,5 cm für Hündinnen
    Gewicht 20 – 30 kg
    Alter 11 – 13 Jahre
    Verwendung Jagd- und Begleithund

    Herkunft und Geschichte

    Der Hokkaido stammt vermutlich von japanischen, mittelgroßen Hunden ab, die in der Zeit um 1140, die auch als Kamakura-Ära bekannt ist, von Auswanderern aus Honshu, einer Hauptinsel in Japan, nach Hokkaido gebracht wurden. Damals wuchs der Verkehr zwischen Tohoku und Hokkaido stark an.

    Den heutigen Namen Hokkaido, der auf die Region in Japan zurückzuführen ist, übernahm man jedoch erst 1937 für diese Rasse. Damals wurde sie auch als „Denkmal der Natur“ erklärt. Der alternative Name „Ainu“ stammt ebenfalls aus der Region, denn die Ureinwohner Hokkaidos wurden als Ainu bezeichnet. Sie züchteten die Hunde einst, um sie mit auf die Jagd nach Bären und anderem Wild zu nehmen. Der Hokkaido wurde dabei sehr robust gezüchtet, so dass ihm weder eisige Kälte noch lang andauernder Schneefall zu schaffen machen.

    Aussehen

    Der Hokkaido ist ein mittelgroßer Hund, der kräftig gebaut und ebenmäßig proportioniert ist. Der robuste Knochenbau und das deutliche Geschlechtsgepräge sind typische Merkmale. Ebenfalls sind beim klassischen Hokkaido die Muskeln stark entwickelt und weisen saubere Linien auf. Im Gangwerk erscheint der Hokkaido äußerst flink und leichtfüßig, aber auch elastisch und lebhaft. Zudem bewegt er sich sehr leise.

    Das Deckhaar des Hokkaido ist hart und gerade, die Unterwolle dagegen dicht und weich. An der Rute kringelt sich das Fellkleid und ist recht lang. Der Hokkaido tritt dabei in verschiedenen Farbvarianten von gestromt über rot und schwarz bis hin zu schwarzloh und weiß auf. Außerdem kann die Fellfarbe sesam auftreten. Die Haare sind dann rot-falbfarben und mit schwarzen Spitzen versehen. Die Ohren werden straff aufrecht getragen, sind leicht nach vorne geneigt und dreieckig. Die kleinen Ohren ähneln denen des Spitzes.

    Charakter und Verhalten

    Der Hokkaido zeichnet sich durch eine hohe Ausdauer aus und ist in seinem Verhalten insgesamt als eher vornehm zu bezeichnen. Er ist seinem Herrn treu ergeben, sehr fügsam, mutig und aufgeweckt. Allerdings geht der Hokkaido meist nur eine Bindung mit einer Person ein, der er aber dann blind gehorcht. Jedoch neigt der Hokkaido, speziell in unerfahrenen Händen, zu Aggressivität. Deshalb sollte er gut erzogen werden – mit liebevoller Konsequenz. Fehlverhalten, wie Scheu, Ängstlichkeit und Aggressivität können vereinzelt auftreten.

    Haltung und Pflege

    Der Hokkaido eignet sich als Begleithund mit entsprechend strenger, konsequenter Hand, aber auch als Personenschutzhund und weist effektive Jagdeigenschaften auf. Hunde, die unter Verhaltensauffälligkeiten leiden, wie oben angesprochen, werden von der Zucht ausgenommen. In Deutschland wird die Rasse vom Deutschen Club für Nordische Hunde e.V. betreut.

    Der Hokkaido liebt die Bewegung und braucht entsprechend viel Auslauf. Doch alleine der Auslauf reicht ihm nicht, denn die Rasse ist extrem fixiert auf ihre Bezugsperson, so dass eine Runde Toben im Garten dem Hokkaido ohne seinen Menschen nicht ausreicht. Bei der Fellpflege muss man dagegen nur wenig beachten, der Hokkaido gilt als sehr pflegeleicht und anspruchslos. Regelmäßiges Bürsten sollte ausreichen.

    Für Kinder ist der Hokkaido ein idealer, ausdauernder Spielgefährte, so dass er schnell zu ihrem besten Freund werden kann. Allerdings erwartet die Rasse auch den ihr gebührenden Respekt seitens der Kinder, so dass er nicht einfach geärgert werden darf. Denn dann versteht er keinen Spaß mehr.

    Rassetypische Krankheiten

    Derzeit sind rassetypische Krankheiten beim Hokkaido nicht bekannt. Allerdings gibt es nur wenige Zuchthunde, so dass sich durch Inzucht vermehrt Krankheiten bilden könnten.


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