Islandhund

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    Standard

    Die mittelgroße Rasse verfügt über einen kräftigen, jedoch nicht plumpen Körperbau, die Läufe sind muskulös. Die Eigenheiten des Geschlechts sind deutlich ausgeprägt. Der Kopf ist relativ breit und zeichnet sich durch den kurzen, markanten Fang aus. Die spitzen Stehohren sind tief angesetzt und liegen somit weit auseinander. Mittelgroße, dunkelbraune Augen sind ebenso typisch wie der dunkle, große Nasenspiegel. In Spitzart wird die buschige Ringelrute über den Rücken getragen. Besonderes Merkmal der Hunde sind die doppelten Afterklauen, auch Wolfskrallen genannt, die nicht entfernt werden sollten.

    Rüden werden mit 42 bis 48 Zentimeter größer als Hündinnen, die nur 38 bis 44 Zentimeter erreichen. Vom Gewicht her bewegen sich beide zwischen 9 und 14 Kilogramm.

    Die Farbvielfalt reicht von weißlich bis schwarz, helle bis fuchsfarbene Hunde sind allerdings weitaus häufiger als dunkle. Bezüglich der Fellbeschaffenheit können sich Islandhunde stark voneinander unterscheiden, da es Tiere mit kurzem bis mittellangem Fell sowie auch langhaarige Exemplare gibt. Unabhängig von der Länge ist das Fell aber immer glatt und aufgrund der Unterwolle sehr dicht.

    Herkunft und Haltung

    Islandhunde entwickelten sich aus Jagdhunden, die keltische und germanische Einwanderer mit nach Island brachten. Mangels Wild auf der Insel wurden sie zu Treib- und Hütehunden, ihr Jagdinstinkt verkümmerte. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Rasse schwer um ihre Existenz zu kämpfen, Seuchenepidemien und Veränderungen in der Viehzucht führten fast zum Aussterben. Aufgrund der Bemühungen isländischer und englischer Züchter scheint der Fortbestand nun aber gesichert. Die äußerst pflegeleichten und anspruchslosen Hunde sind sehr unkompliziert in der Haltung. Hält man sie draußen, ist keine Fellpflege nötig. Werden sie ihrer Eignung entsprechend als Hütehunde verwendet, ist es normal, mehrere Tiere zu halten. Da der Islandhund mittlerweile auch außerhalb Islands an Popularität gewonnen hat, wurden zudem Erfahrungen mit den Tieren als Haus- und Familienhunde gemacht. Es zeigte sich, dass sie dafür durchaus geeignet sind. Bequeme Menschen sollten sich jedoch keinen Islandhund zulegen, da er viel Bewegung und eine Aufgabe braucht.

    Art und Wesen

    Hunde dieser Rasse sind äußerst genügsam, haben allerdings ein lebhaftes Temperament. Dennoch hängen sie äußerst treu an ihrem Besitzer, lernen ziemlich schnell und auch bereitwillig. Dabei sind sie sehr gutartig und freundlich. Die sensiblen Tiere müssen zwar konsequent, aber ohne Härte erzogen werden. Mit anderen Haustieren vertragen sie sich problemlos - da diese Hunde nicht gerne allein sind, eine hilfreiche Eigenschaft. All diese Wesensmerkmale prädestinieren sie für die ihnen zugedachte Aufgabe als Hütehunde, auch als Wachhund eignen sie sich hervorragend.


    Steckbrief

    Herkunftsland: Island

    Schulterhöhe: 38-48 cm

    Gewicht: 9-14 kg

    Farben: vielfältige Farben möglich, dunkle aber selten

    Pflegeaufwand: niedrig

    Auslauf: hoch

    auch: Isländer Spitz, Islandsk Hund


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