Kommunikation im Rudel

    Aus Mein-Hund.de

    Das Zusammenleben im Rudel erfordert vom Hund ein ausdifferenziertes Verständigungssystem. Im Laufe seiner Entwicklung hat er eine Vielzahl von Gesten und Verhaltensweisen ausgebildet, die er auch auf uns Menschen überträgt und die wir mit einiger Übung deuten lernen können.

    Körpersprache

    Innerhalb des Rudels dient die Körpersprache vor allem zur Feststellung der Rangordnung. Ein selbstbewusst gereckter Kopf, gespitzte Ohren und ein aufgestellter Schwanz signalisieren Dominanz und Stärke. Wird der Schwanz zwischen die Hinterläufe eingezogen, der Kopf gesenkt und die Ohren angelegt, will der Hund seine Unterwürfigkeit kundtun. Ein unterlegener Hund sucht nie direkten Blickkontakt, da dieser von Hunden als äußerst aggressiv empfunden wird.

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    Auseinandersetzungen im Rudel werden selten im direkten Kampf ausgetragen, sondern beschränken sich meist auf den Austausch von Drohgebärden und gefährliches Knurren. Die Zähne werden gefletscht und das Nackenfell aufgestellt. In diesem Wettstreit gewinnt der überzeugendere Hund und um seinen Verzicht auf Widerstand zu signalisieren, legt sich der Schwächere auf den Boden und bietet dem Gegner den Bauch als seinen verwundbarsten Körperteil dar.

    Lecken

    Durch das Lecken des Gesichts der Mutter fordert der Welpe die Befriedigung seines Bedürfnisses nach Pflege und Futter ein. Gleichzeitig will er damit seine Unterwürfigkeit zeigen. Ist nun der Mensch sein Rudelführer, wird er versuchen, dieses Verhalten auch bei ihm anzuwenden.

    Heulen

    Durch Heulen teilen Hunde gerne ihren Gemütszustand oder auch ihren Standort mit. Dabei lässt sich meist am Tonfall erkennen, ob es sich um freudiges oder trauriges Geheul handelt. Gebellt wird meist, um das Eindringen eines Fremden in das Rudelterritorium mitzuteilen und vor potenziellen Gefahren für die Gefährten zu warnen.

    Duftstoffe

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    Die Verteidigung des Territoriums ist gemeinsame Aufgabe der Rudelmitglieder. Dieses Territorium muss jedoch zunächst einmal abgegrenzt werden. Hunde machen sich zu diesem Zweck ihren feinen Geruchssinn zunutze. An den Grenzen des Territoriums werden meist von den Rüden in regelmäßigen Abständen Urinspuren hinterlassen. Durch spezielle Duftstoffe im Urin können andere Hunde Informationen über das Geschlecht und die Position des Hundes aus diesen Duftmarken entnehmen. Durch Duftdrüsen zwischen den Zehen können Hunde auch Duftmarken hinterlassen, indem sie am Boden scharren.

    Die Anal- und Perinealdrüsen in der Aftergegend hingegen informieren über das Geschlecht und bei Hündinnen über die Paarungsbereitschaft. Beschnuppern sich also fremde Hunde in dieser Gegend, wollen sie Informationen über den Fremdling gewinnen.


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