Konditionierter Rückruf für den eigenen Hund

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    Auch in Deutschland ist der Hund im menschlichen Haushalt über 8 Millionen Mal vertreten. Nur Katzen gelten für Hundeliebhaber unverständlicher Weise als beliebter. Nicht umsonst gilt der Hund als bester Freund des Menschen, ist pflegeleicht und besitzt ein freundliches Gemüt. Dennoch existieren Reflexe, welche nicht abgewöhnt werden können und direkt aus der Natur stammen. Der Jagd- oder Hetztrieb wird beim Hund durch ein spannendes Geschehnis geweckt. Daraufhin startet die Jagd. Abgewöhnt kann der Jagd- und Hetztrieb nicht werden, aber die Möglichkeit der Unterbrechung besteht.

    Ein Rückruf-Signal etablieren

    Um eine Unterbrechung der natürlichen Triebe oder Reflexe zu ermöglichen, muss ein Signal eingeführt werden, welches den Hund zum sofortigen Umdrehen bringt. Die einfachste Weise ist hier natürlich der Zuruf mit der eigenen kräftigen Stimme. Doch der Zuruf durch den Menschen wird durch viele Begleittöne abgeschwächt und verstummt meistens schon nach kurzer Zeit. Deshalb sollte man zu Hilfsmitteln greifen, welche sich einem anderen Frequenzband bedienen und somit besser in die Sinnesorgane des Hundes einprägen.

    Hierfür eignen sich besonders gut Pfeifen, welche einen sehr hohen Pfeifton erzeugen. Durch den besonders hohen oder schrillen Ton kann der Hund sowohl in kurzer Entfernung als auch in größeren Distanzen über den Wunsch des Herrchens informiert werden. Diese Pfeifen existieren in den unterschiedlichsten Ausführungen und Materialien. Besonders beliebt sind Pfeifen aus Holz oder Horn. Etwas mehr Vielfalt wird bei Trillerpfeifen geboten. Die Trillerpfeifen von ACME bestehen entweder aus Kunststoff oder Metall, sind klein und handlich und ebenso in verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Nun ist also die benötigte Ausrüstung bekannt. Doch wie trainiert man dieses Verhalten mit seinem Hund?

    Training und Erfolg

    Um einen natürlichen Trieb zu unterbrechen muss dem eigenen Liebling natürlich auch ein gewisser Anreiz geboten werden. Wer glaubt einfach in eine Trillerpfeife blasen zu müssen damit der Hund versteht was er tun soll, der irrt gewaltig. Das Stichwort lautet zunächst Konditionierung, ähnlich wie mit einem Clicker bei Katzen. Um dem behaarten Vierbeiner als einen Anreiz zu bieten, werden Belohnungen in Form von super leckeren Häppchen benötigt. Befindet sich der Hund in der Nähe des Herrchens wird in die Pfeife getrillert und anschließend sofort ein Belohnung ausgehändigt.

    Dieser Vorgang sollte über den Tag hinweg 20 bis 30 Mal wiederholt werden und mindestens drei Tage in Folge. Anschließend kann die Distanz zum Hund langsam erhöht werden. Zudem sollte die Pfeife nur benutzt werden, wenn die Chancen gut stehen, dass der Hund auch wirklich zurückkommt. Jagt er gerade hinter einem Ball her, sollte die Pfeife zunächst nicht benutzt werden. Zunehmend können schließlich auch Pfiffe erfolgen, wenn eine Ablenkung vorhanden ist. Bis sich der vierbeinige Weggefährte an den Pfeifton gewöhnt hat, können drei bis vier Monate vergehen.


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