Laika

Aus Mein-Hund.de

Steckbrief
Herkunft: Russland
Schulterhöhe: 52-61 cm bzw. 55-65 cm
Gewicht: 18-26 kg
Farben: viele Farben erlaubt
Pflegeaufwand: niedrig
Auslauf: mittel

Inhaltsverzeichnis

Standard

Es gibt drei anerkannte Rassen, die sich unter dem Begriff Laika zusammenfassen lassen: den westsibirischen (Zapadno-Sibirskaia Laika), den ostsibirischen (Vostotchno-Sibirskaia Laika) sowie den russisch-europäischen Laika (Russko-Evropeiskaia Laika). Gemein ist diesen dreien ein muskulöser und fast quadratischer Körperbau, wobei der ostsibirische Typ gewöhnlich größer und auch schwerer ist als die anderen. Sie verfügen über einen dick bemuskelten Hals und kraftvolle, starkknochige Läufe. Der Kopf ist keilförmig mit langem, spitzen Fang, die mittelgroßen Stehohren sind hoch angesetzt. Die mittellange Rute wird spitzartig geringelt auf dem Rücken getragen.

Laikas haben dunkelbraune, etwas schräg stehende Augen. Farblich unterscheiden sich die einzelnen Typen. Der russisch-europäische Laika wird vorwiegend schwarz mit weißen Abzeichen an Unterleib und Hals gezüchtet, während bei den anderen beiden vielfältigste Farben in verschiedenen Schattierungen oder auch gescheckt und gefleckt vorkommen. Das Fell der Laika-Rassen ist doppellagig, sowohl Unterwolle als auch Deckhaar sind dicht, grundsätzlich ist es kurz, bildet jedoch an Hals und Schultern einen Kragen. Der ostsibirische Laika hat dabei ein etwas kürzeres und struppigeres Fell als die beiden anderen Rassen.

Herkunft und Haltung

Die drei anerkannten Laika-Rassen stammen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion, wo sie auch noch heute zu finden sind. Durch die Kreuzung Jagdhunde finnischen Ursprungs mit den russischen Utschak-Hirtenhunden entstanden Jagdhunde mit großem Beutespektrum. Die Rassen wurden und werden zur Jagd auf kleine Pelztiere, aber auch auf Bären, Elche, Rot- oder Schwarzwild eingesetzt. In ihrer typischen Art stöbern sie die Beute auf und verfolgen sie lautlos, um dann laut und anhaltend zu bellen und den Jäger herbeizurufen, wenn diese gestellt wurde. Aus diesem Grund erhielten sie wohl auch ihren Namen, abgeleitet vom russischen "lajatj" = bellen.

Was die Haltung betrifft, sind die Hunde äußerst anspruchslos und pflegeleicht. Die Erziehung birgt jedoch einige Schwierigkeiten, da Laikas zwar schnell lernen, ihr Herrchen jedoch nicht als Rudelführer anerkennen und so oftmals Befehle ignorieren, die sie als sinnlos erachten. Vor allem der russisch-europäische Typ ist deshalb auf keinen Fall als Begleit- oder Familienhund geeignet.

Art und Wesen

Robust, ausdauernd, unerschrocken und sehr mutig - diese Eigenschaften zeichnen Laikas in erster Linie aus und prädestinieren sie für die Jagd. Ansonsten sind sie ruhig und ausgeglichen. Die Hunde sind außerdem aufmerksam und sehr intelligent. Mit viel Geduld kann man den westsibirischen und vor allem den ostsibirischen Laikas auch Gehorsam beibringen, sodass letztere zunehmend als Begleithunde gehalten werden.


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