Organerkrankungen

    Aus Mein-Hund.de

    Erbrechen

    Eine mögliche Ursache für ein Erbrechen des Hundes ist, dass er sich überfressen hat. In diesem Fall erbricht er normalerweise nur einmal. Er sollte dann erst einmal auf Diät gesetzt werden. Aber auch ein Fremdkörper in Rachen oder Hals kann den Würgereiz auslösen.

    Entfernt man diesen oder gelingt es dem Hund, ihn auszuspucken, verschwinden üblicherweise die Beschwerden. Vermehrtes Erbrechen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In diesem Fall sollte der Tierarzt abklären, ob eine Erkrankung vorliegt.

    Durchfall

    Von Durchfall spricht man beim Hund, wenn mehrmals hintereinander eine Darmentleerung in wässriger oder dünnbreiiger, oft schleimiger Form erfolgt. Er tritt als Folge von Vergiftungen, zum Beispiel durch verdorbenes Futter, Darmparasiten oder bei einer Schwächung des Allgemeinbefindens auf.

    Vor allem im Freien sollte man darauf achten, dass der Hund nicht alles frisst, was ihm vor die Nase kommt, denn oft handelt es sich dabei um Verdorbenes. Zur Therapie füttert man dem Hund weiches, breiiges Diätfutter. Lässt der Durchfall nicht nach, sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

    Futtervergiftung

    Vergiftungserscheinungen können durch die Verabreichung von verdorbenem Futter oder stark salzigen oder gewürzten Speisen auftreten, meist liegt die Ursache jedoch buchstäblich auf der Straße, in Form von Tierkadavern oder verdorbenen Essensresten, die der Hund gerne zu sich nimmt.

    Symptome für eine Futtervergiftung können Fieber, Würgen und Erbrechen, blutiger Durchfall, starker Durst, Blähbauch und gestörtes Allgemeinbefinden sein. Unbehandelt kann diese Erkrankung fatale Folgen haben und sollte deshalb sofort vom Tierarzt versorgt werden.

    Fremdkörper

    Zeigt der Hund ein ungewöhnlich ängstliches oder unruhiges Verhalten, kann es sein, dass er einen Fremdkörper in Form eines Steins, Knochenstücks oder Holzsplitters zu sich genommen hat. Befindet sich so ein Fremdkörper im Rachen oder in der Speiseröhre, reagiert der Hund mit Würgereiz oder Brechversuchen.

    Es sollte unbedingt verhindert werden, dass der Fremdkörper in den Magen oder Darm vordringt, denn dort kann er schwere Entzündungen bis zum Darmverschluss auslösen. Genauen Aufschluss über das Vorhandensein eines Fremdkörpers kann nur ein Röntgenbild geben.

    Magendrehung

    Besonders bei großen Hunden wie dem Irischen Wolfshund mit schmaler, tiefer Brust, aber auch beim Dackel, besteht die Gefahr einer Magendrehung. Der Magen des Hundes ist nur am Mageneingang und am Magenausgang "befestigt", wenn er sich also dreht, werden diese Öffnungen verschlossen und der Magen kann sich in keine Richtung entleeren. Der im Magen befindliche Speisebrei beginnt zu gären und der Hund erleidet kolikartige Schmerzen.

    Da auch wichtige Blutgefäße abgeschnitten werden, wird der Kreislauf stark beeinträchtigt, was letzten Endes zum Kreislaufzusammenbruch führt. Bei einer Magendrehung reagiert der Hund zunächst mit Unruhe, er steht wiederholt auf und legt sich wieder hin, versucht zu erbrechen, die Extremitäten kühlen aufgrund der Kreislaufstörungen ab und der Bauch fühlt sich trommelförmig aufgebläht an. Da diese Erkrankung innerhalb von zwei Stunden zum Tod führen kann, ist eine sofortige Notoperation zur Rettung des Hundes notwendig.

    Darmblutung

    Blut im Hundekot deutet auf eine Darmblutung hin. Dunkle Blutreste zeugen von Blutungen im oberen Dickdarm, Dünndarm oder Magen. Ursache dafür können Fremdkörper, Geschwüre, Parasiten oder auch Vergiftungen sein. Helles Blut deutet auf eine Entzündung im Enddarm oder der Afterregion, zum Beispiel der Afterdrüsen, hin. Da Darmblutungen ein Hinweis auf schwere Erkrankungen wie Toxoplasmose und Leptospirose sein können, sollte unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden.

    Afterdrüsenentzündung

    Die Anal- oder Afterdrüsen befinden sich in den Analbeuteln unterhalb des Afters. Durch Darmerkrankungen oder Verletzungen kann es zu einer Entzündung dieser Drüsen kommen, die sogar zur Abszessbildung führen kann. Durch Lecken, Beißen oder Kratzen in der Aftergegend oder auch durch das so genannte "Schlitten fahren" versucht der Hund, sich von den Schmerzen zu befreien. Eine Afterdrüsenentzündung muss vom Tierarzt behandelt werden, der die Afterdrüsen leeren kann.

    Gebärmutterentzündung

    Eine schwere bakterielle Entzündung der Gebärmutter äußert sich durch verändertes Verhalten, Fieber und eitrigen oder klebrigen Ausfluss aus der Vagina. Da die Entzündung auf das Bauchfell übergreifen kann, muss die Hündin sofort behandelt werden. Meist ist eine Totaloperation (Entfernung der Gebärmutter) die einzige Heilungschance.

    Gelbsucht

    Durch eine Verstopfung der Gallenblase, verursacht durch Spulwürmer, Gallensteine oder Geschwüre oder auch durch Lebererkrankung, Infektion oder Vergiftung kann es zu Gelbsucht kommen.

    Typisch für dieses Krankheitsbild ist die Gelbfärbung der Augen. Der Kot der an Gelbsucht erkrankten Tiere ist meist hellbraun bis grau und fettig. Die unbehandelte Gelbsucht führt zu Schwächeanfällen, Teilnahmslosigkeit und sogar zum Tod.

    Blasenentzündung/ Blasensteine

    Ist der Harn des Hundes übel riechend und enthält Eiter oder Blut, liegt wahrscheinlich eine Blasenentzündung vor. Das Wasserlassen bereitet dem Hund sichtbar Schmerzen. Eine Blasenentzündung kann durch Bakterien oder eine Erkältung ausgelöst werden. Zudem können sich Blasensteine bilden, die im schlimmsten Fall die Harnröhre verstopfen.