Pyrenäenberghund

Aus Mein-Hund.de

Der Pyrenäenberghund (auch: Pyrenäenhund, Chien de Montagne de Pyréneés) ist eine besonders agile französische Hunderasse, die viel Auslauf braucht. Zudem gilt er als besonders intelligent und mutig. Mit Kinder kommt er gut zurecht, Fremden gegenüber reagiert er meist jedoch scheu und misstrauisch.

Inhaltsverzeichnis

Ursprünge der Rasse

Die schneeweißen Hunde stammen aus den abgelegenen Regionen der Pyrenäen, dort wurden sie als Hirtenhunde gebraucht und schützten tagelang tapfer ihre Herden vor Wölfen, Bären und sonstigen Dieben. Später verwendete man sie auch als Wachhunde, der Adel hielt sie sogar als Gesellschaftshund.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Rasse in Gefahr, mittlerweile ist ihr Fortbestand jedoch durch englische, nordamerikanische und vor allem französische Züchter gesichert.

Aussehen

Pyrenäenberghunde sind von imposanter Größe und kräftig gebaut, dabei jedoch elegant und nicht schwerfällig. Der Rücken ist fest und gerade, die Brust breit, jedoch nicht besonders tief. Vorder- und Hinterbeine sind kräftig und muskulös, charakteristisch sind die doppelten Afterkrallen an den Hinterläufen.

Die Pfoten dieser Hunde sind eher klein und kompakt. Die lange Rute wird in Ruhe tief getragen, ansonsten hebt sie sich und biegt sich über den Rücken. Ein relativ kurzer Hals und ein im Verhältnis zum Körper eher kleiner Kopf sind typisch. Kleine, dreieckige Hängeohren liegen angesetzt in Augenhöhe am Kopf an, auch die bersteinfarbenen, schräg gestellten Augen sind klein und von gelassenem, sanftem Ausdruck.

Rüden erreichen eine Schulterhöhe zwischen 70 und 80 Zentimeter, Hündinnen zwischen 65 und 72 Zentimeter. Das Gewicht sollte um 60 Kilogramm bei Rüden und um 45 Kilogramm bei Hündinnen liegen.

Die Fellfarbe dieser Hunde ist besonders charakteristisch - sie sind schneeweiß. Graue, hellgelbe, wolfsfarbene oder orange Flecken an Kopf, Ohren und Rutenansatz sind möglich. Dabei ist das Haarkleid dicht und eng anliegend. Es besteht aus Unterwolle und langem, weichem Deckhaar. Letzteres ist an Hals und Rute besonders buschig und lange, an den Vorderläufen bildet es Hosen.

Art und Wesen

Wenn Pyrenäenberghunde richtig erzogen werden, sind sie ideale Familien- und auch Wachhunde. Aber nur Konsequenz und Einfühlsamkeit führen zu diesem Ziel, da sonst das angeborene selbstbewusste und mitunter auch aggressive Wesen der Vorfahren durchschlägt.

Dieses zeigt sich noch immer im Verhalten gegenüber Fremden, denen sie sehr misstrauisch begegnen, was sie als Wachhund prädestiniert. Akzeptiert ihr Besitzer jedoch den Besuch, so tun sie es auch. In der Familie hingegen sind Hunde dieser Rasse sehr freundlich, umgänglich und anschmiegsam und auch äußerst geduldig gegenüber Kindern.

Haltung

Die Haltung dieser Rasse ist relativ unkompliziert, sie benötigt jedoch viel Platz, ist also nicht zur Haltung im Haus geeignet. Ein großes Grundstück oder ein Garten wären ideal, Pyrenäenberghunde halten sich aber auch gerne im Haus auf und lieben engen Familienkontakt. Pflege ist dagegen nicht viel nötig.

Ohren und Augen sollten regelmäßig gereinigt und die Afterkrallen gestutzt werden, gelegentlich sollte man sie kämmen und bürsten. Dennoch sind sie immer weiß und sauber. Was den Auslauf betrifft, lieben diese Hunde lange Spaziergänge und begleiten ihren Besitzer auch gerne beim Fahrrad fahren.


Steckbrief

Rasse Pyrenäenberghund
Gruppe Pinscher/ Schnauzer/ Molossoide u.a.
Herkunft Frankreich
Schulterhöhe 65-80 cm
Gewicht 34-60 kg
Farben weiß, evtl. mit grau, hellgelb, wolfsfarben oder orange
Pflegeaufwand niedrig bis mittel
Auslauf mittel

Neueste Kommentare

Themen

Rasseporträt Golden Retriever
Der Golden Retriever zählt zu den gefragtesten britischen Hunderassen.

Rasseporträt Papillon
Der Papillon verdankt seinen Namen seiner Ohren-Form, die an Schmetterlinge erinnern.

Rasseporträt Chow-Chow
Der Chow-Chow ist ein beliebter Wachhund, der in China seinen Ursprung hat.

Rasseporträt Dobermann
Der Dobermann ist eine sehr intelligente deutsche Hunderasse.