Rhodesian Ridgeback

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Der Rhodesian Ridgeback ist ein äußerst vielseitig angelegter Hund. Neben seinem hervorragenden Jagdverhalten (gute Nase, extrem große Laufausdauer und Wendigkeit, schnelles Reaktionsvermögen, Unerschrockenheit) zeichnet er sich durch Intelligenz, Lernfreudigkeit und ein starkes Temperament aus.

Inhaltsverzeichnis

Ursprünge der Rasse

Die Vorläufer des Rhodesian Ridgeback lebten am Kap als Streuner, die aber bereits auf der Jagd eingesetzt wurden. Europäische Siedler kreuzten sie mit ihren eigenen Jagdhunden, wobei allmählich ein Tier entstand, das über exzellente Jagdqualitäten verfügte. 1922 wurde der erste Standard festgelegt und zwei Jahre später wurde die Rasse von der South African Kennel Union offiziell anerkannt. In Deutschland ist die Rasse seit 1974 vertreten.

Aussehen

Der Rhodesian Ridgeback zeichnet sich durch einen kräftigen, wohlproportionierten Körperbau aus. Typisches Merkmal der Rasse ist das "Ridgeback", die Rückenleiste entlang der Wirbelsäule, bei der es sich um eine röhrenförmige Verstülpung der Haut handelt. Zusätzlich hebt sie sich durch ihren besonderen Haarstrich vom übrigen Rückenfell ab. Aus den muskulösen, schräg gestellten Schultern bilden sich gerade, kräftige, starkknochige Vorderläufe heraus. Die Hinterläufe sind ebenfalls stark bemuskelt.

Alle Läufe sind mit kompakten Pfoten ausgestattet. Die zur Spitze hin dünner werdende Rute wird in der Regel fallend getragen. Der kräftige Hals trägt einen mäßig langen, flachen und relativ breiten Kopf. Die Farbgebung der Augen und des Nasenspiegels hängen voneinander ab. Bei dunklen Augen ist eine dunkelbraune bis schwarze Nase vorhanden, während zu bernsteinfarbenen Augen eine braune Nase gehört. Die recht hoch ansetzenden Behänge liegen am Kopf an.

Die Farbpalette des Fells erstreckt sich von hellweizenfarben bis fuchsrot. Kopf, Rumpf, Läufe und Rute müssen stets die gleiche Farbe haben. Ein kleinerer, weißer Fleck auf der Brust sowie weiß melierte Zehen an den Hinterpfoten sind charakteristisch für diese Rasse. Falls jedoch die Anteile der weißen Fellpartien größere Ausmaße annehmen (z.B. Bauch, Läufe), liegt ein Züchtungsfehler vor. Ohren und Fang weisen dagegen stets eine dunkelbraune bis schwarze Farbgebung auf. Die Beschaffenheit des Haares ist dicht, glatt, glänzend und auffällig kurz. Wollige oder seidige Haarpartien treten nicht auf.

Art und Wesen

Der Rhodesian Ridgeback gibt einen idealen Spielgefährten für Kinder ab, solange er nicht geärgert wird. Wenn man ihn gut erzieht, ist er sehr gehorsam, ruhig, sanftmütig, freundlich und generell gegenüber Menschen sehr aufgeschlossen. Durch diese Eigenschaften eignet er sich gut als familienfreundlicher Begleithund.

Haltung

Früher ein ausgesprochener Jagdhund, wird der Rhodesian Ridgeback heute meist als Begleit-, Wach-, Polizei- und Blindenhund gehalten oder im Sanitätsdienst eingesetzt. Der Hund fühlt sich in einem Haus mit großem Garten am wohlsten, wo er seinem Bewegungsdrang nachgehen kann.

Hitze und pralle Sonne stören ihn herkunftsbedingt wenig, wobei die Anschaffung einer Hundehütte durchaus sinnvoll ist. Da es sich um eine ausgesprochen menschenbezogene Rasse handelt, ist die Haltung in einem Zwinger verboten.

Interessante Links zum Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgeback Club Deutschland

Deutsche Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback e. V.


Steckbrief

Rasse Rhodesian Ridgeback
Gruppe Lauf- und Schweißhunde
Herkunft Südafrika
Schulterhöhe ca. 61-69 cm
Gewicht ca. 32-36,5 kg
Farben hell- bis rotweizenfarben, weiße Brust, dunkelbraune Behänge, schwarzer Fang
Pflegeaufwand gering bis mittel
Auslauf hoch

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