Schädel und Gebiss

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    Bemerkenswerte Rassenunterschiede lassen sich an der Schädelform ausmachen. Auch hier ist vor allem die gezielte Zucht durch den Menschen für besonders extreme Formen verantwortlich. Man unterscheidet heute bezüglich der Form den langnasigen Typ (beispielsweise der Deutsche Schäferhund), des Weiteren den kurznasigen Typ (z.B. der Boxer) sowie Hunde mit einer Schädelform, die zwischen den beiden genannten liegt (der Pointer wäre hier als Beispiel zu nennen). Vor allem die extrem kurznasige Form, ersichtlich beim Mops, ist nicht selten verantwortlich für Atembeschwerden, sodass auch hier das Eingreifen des Menschen in die Natur nicht unbedingt förderlich für die Hunde war.

    Das Gebiss der Hunde ist aufgrund ihrer Veranlagung als Raubtiere und Fleischfresser besonders spezialisiert und kraftvoll. Es ist perfekt auf den Verzehr von rohem Fleisch und das Abnagen und Fressen von Knochen ausgelegt: Die Schneidezähne sind zwar klein, aber kräftig und schneidend und werden zum Abknabbern von Knochen und auch zur Körperpflege eingesetzt; die Fangzähne als größte des Gebisses mit besonders langen Wurzeln dienen zum Packen, Festhalten und Zerreißen der Nahrung; dann kommen die Vorbackenzähne, die ebenfalls zum Zerlegen und Festhalten des Futters benützt werden. Schließlich besitzen Hunde noch Backenzähne, die dank ihrer breiten, starken Form prädestiniert sind zum Zerbrechen und Zermahlen von Knochen. Dabei werden Hunde zunächst ohne Zähne geboren. Im zweiten Lebensmonat erhalten sie kleine, spitze Milchzähne, die bis zum sechsten Monat ausfallen und den 42 Zähnen des bleibenden Gebisses Platz machen. Je älter ein Hund wird, desto mehr verfärben sich seine Zähne hin zu gelb, zeigen Abnutzungserscheinungen und können sogar wie beim Menschen ausfallen.