Schwangerschaftsabbruch bei Hunden

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    Ist eine Hündin läufig, müssen die Hundehalter verhindern, dass sie in der so genannten heißen Phase von einem Rüden gedeckt wird. Das ist jedoch manchmal leichter gesagt als getan. Unter Umständen befreit sich die Hündin während eines Spaziergangs aus dem Geschirr oder öffnet selbstständig Türen oder Pforten und nimmt Reißaus auf dem Weg nach einem Rüden – Not macht erfinderisch. Eine ungewollte Trächtigkeit ist häufig die Folge.

    Mit Kastration Trächtigkeit abbrechen

    Bei einer Hündin, die ungewollt trächtig geworden ist, haben die Halter verschiedene Möglichkeiten, die Trächtigkeit abzubrechen. Zum einen kann die Hündin bis zum 40. Tag der Trächtigkeit kastriert werden, wobei eine möglichst frühzeitige Kastration aus ethischen Gründen zu bevorzugen ist. Bei dieser Operation werden gleichzeitig die Föten entfernt. Ab dem 40. Trächtigkeitstag besteht eine erhöhte Gefahr für Komplikationen, da durch die verstärkte Durchblutung der Gebärmutter und der Eierstöcke Blutungen auftreten können.

    Gabe von Hormonen

    Durch das Einsetzen von so genannten Antihormonen kann bis zum 45. Tag nach der Paarung die Trächtigkeit abgebrochen werden. „Dadurch wird die Einnistung der Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut verhindert“, erklärt Dr. med. vet. Andrea Höhling, Tierärztin aus der Wedemark. Innerhalb von sieben Tagen würde es so bei 95 Prozent zu einem Abbruch kommen. Jedoch können einzelne Foeten in der Gebärmutter überleben, die dann bis zur Geburt ausgetragen werden müssen.

    In den ersten drei Tagen nach der Paarung ist außerdem eine Östrogen-Behandlung möglich. „Allerdings ist hierbei die Gefahr einer anschließenden lebensbedrohlichen Gebärmuttervereiterung sowie einer lebensgefährlichen Knochenmarksschädigung relativ groß“, schränkt die Tierärztin ein. „Außerdem werden zwei Drittel aller behandelten Hündinnen direkt im Anschluss an die Behandlung erneut läufig.“ Nach dem 35. Trächtigkeitstag können zum Abbruch einer ungewollten Trächtigkeit beim Hund theoretisch auch Gewebshormone, die Prostaglandine, verabreicht werden, wodurch die Föten abgestoßen werden.

    Wer sich mit dem Gedanken anfreunden kann, die Trächtigkeit seiner Hündin zu begleiten und Abnehmer für die Welpen findet, kann seine Hündin nach der Entwöhnung der Welpen kastrieren lassen, damit die ungewollte Trächtigkeit ein Einzelfall bleibt.

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