Sterilisation und Kastration - der richtige Zeitpunkt

    Aus Mein-Hund.de

    Viele Hundehalter denken, ein Rüde wird kastriert, eine Hündin sterilisiert. Dies ist jedoch ein Irrtum: In den meisten Fällen findet bei beiden Geschlechtern keine Sterilisation, sondern eine Kastration statt.

    Unterschiede Sterilisation - Kastration

    Bei der Sterilisation werden sowohl Rüde als auch Hündin die Samenleiter durchtrennt. Hormone werden in diesem Fall aber weiter gebildet, so dass die Hündin auch weiterhin mehrmals im Jahr läufig wird, allerdings ohne das Risiko, ungewollt trächtig zu werden. Rüden würden nach einer Sterilisation zwar keine Hündin mehr decken können, zeigen aber auch weiterhin unerwünschte Verhaltensweisen, die aufgrund von Sexualhormonen auftreten können.

    Bei der Kastration entfernt der Tierarzt der Hündin die Eierstöcke, oft wird zusätzlich die Gebärmutter entfernt; der Rüde verliert bei dieser Operation seine Hoden.

    Kastration der Hündin

    Um den richtigen Zeitpunkt für die Kastration einer Hündin gibt es immer noch Diskussionen. Tierärzte scheinen sich aber einig zu sein, dass bei einer Kastration vor der ersten Läufigkeit, das Risiko später an einem Gesäugetumor zu erkranken, minimal ist. Je länger man mit der Kastration wartet, desto höher wird laut Statistik das Risiko.

    Während jeder Läufigkeit beziehungsweise einer darauf folgenden Scheinschwangerschaft kann es außerdem bei der Hündin zu einer Gebärmutterentzündung kommen, die immer lebensbedrohlich für das Tier ist.

    Fachleute beobachten, dass Kastrationen, die vor der Geschlechtsreife durchgeführt werden, häufig zu einem stärkeren Spieltrieb und unkomplizierten Umgang mit Artgenossen führen. Diese Eigenschaften sind jedoch in den meisten Fällen von Tierhaltern erwünscht.

    Der beste Zeitpunkt bei Rüden

    Der ideale Zeitpunkt für die Kastration eines Rüdens wird mit dem Ende des ersten Lebensjahres angegeben. Rüden werden aber häufig erst dann kastriert, wenn der Geschlechtstrieb voll ausgeprägt ist. Je nach Größe des ausgewachsenen Hundes kann dies im Alter von einem bis drei Jahren der Fall sein. In diesem Alter sind unerwünschte Verhaltensweisen des Rüden deutlich sichtbar, da der Hund nun erwachsen ist.

    Allerdings hilft eine Kastration nur bei Verhaltensweisen, die aufgrund von männlichen Sexualhormonen entstehen. Dies kann zum Beispiel starkes Dominanzverhalten gegenüber anderen Rüden oder Ungehorsam und Freiheitsdrang sein, wenn läufige Hündinnen in der Nähe sind.

    Je älter und in seinen Gewohnheiten eingefahrener der Hund ist, desto ungewisser kann man sagen, ob eine Kastration den gewünschten Erfolg bringt. Um dies herauszufinden, kann der Rüde einmalig eine Hormonspritze erhalten, die in der Wirkung einer Kastration entspricht.


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