Tiermessies: Von Tierliebe zu Tierquälerei

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    Es ist die wohl schlimmste Form der Tierliebe: „Animal Hoarding“, das krankhafte Halten von Unmengen an Tieren, die unter schlechtesten Bedingungen auf engstem Raum leben müssen. So wird die ursprüngliche Tierliebe schnell zur Tierquälerei, doch die „Tiermessies“ erkennen nicht, wie sehr sie den Tieren damit schaden, und halten sich oftmals sogar für Tierschützer. In Deutschland ist das Phänomen bisher kaum bekannt, doch die Anzahl der Animal Hoarding- Fälle nimmt zu. Tierschützer sind alarmiert.

    Rettung kommt meist zu spät

    Zu Beginn sind es meist nur wenige Tiere, die sich jedoch rasant vermehren, da die Tiermessies häufig nicht darauf achten ihre Tiere kastrieren oder sterilisieren zu lassen. Schnell gerät die Situation außer Kontrolle, die Besitzer sind überfordert und können ihre Tiere nicht länger angemessen versorgen. In späten Stadien kommt es zu einer totalen Verwahrlosung der Tiere, denn bis die Tierquälerei aufgedeckt wird und Tierschützer eingreifen, sind viele der Tiere bereits schwer erkrankt oder schon tot.

    Dass Animal Hoarding meist zu spät aufgespürt wird, liegt daran, dass die Tiersammler sich ähnlich wie Messies verhalten: Sie versuchen sie ihr Verhalten nach außen hin zu verschleiern. So wird das Umfeld erst dann aufmerksam, wenn Lärm und Geruch nicht mehr zu verstecken sind.

    Wie schlimm Animal Hoarding aussehen kann, zeigt folgender Fall in Berlin Pankow: Dort barg das Veterinäramt aus einem 12-Quadratmer-Zimmer 133 ausgehungerte Ratten, zwei Hunde und ein totes Meerschweinchen.Alle der 41 Rattenweibchen waren trächtig. Der gesamte Boden war übersäht mit Kot, überall roch es nach Urin. Die Tierhalterin selbst war verschwunden.

    In den USA jährlich mehr als 1.000 Animal-Hoarding-Fälle

    Dass Menschen unzählige Tiere horten, ihnen jedoch in keiner Weise gerecht werden können, wurde erstmals Ende der 90er-Jahre in den USA bekannt. Dort gibt es jährlich mehr als tausend Fälle von Animal Hoarding, bei denen insgesamt mehr als hunderttausend Tiere betroffen sind. Die Dunkelziffer dürfte noch um einiges höher sein.

    Forscher vermuten inzwischen, dass es sich bei Animal Hoarding um eine psychische Störung handelt. Die Hauptursachen sehen sie in Einsamkeit und in der Angst vor vollständiger Isolation. Für Tiermessies sind ihre Haustiere dann eine Art Familienersatz. Das erklärt auch, dass der Großteil der Betroffenen alleinstehende oder ältere Menschen sind. Durchschnittlich sind mehr Frauen als Männer betroffen.

    Zwanghaftes Bedürfnis zu helfen als Motiv

    In vielen Fällen sehen die Tiermessies sich selbst als engagierte Tierschützer und Tierfreunde, wodurch sie sich auch im Nachhinein keiner Schuld bewusst sind. Das Motiv, das sie zu Animal Hoarding antreibt, ist oftmals das zwanghafte Bedürfnis helfen zu wollen.

    So wie in dem Fall von Sylvia P. aus Freising bei München: Sie nahm aus Mitleid immer mehr streunende Katzen aus der Umgebung auf. Die Situation wuchs ihr über den Kopf, bald betrug die Zahl der Tiere fast 50, die meisten von ihnen waren in der Folge krank oder erblindet.

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