Trächtigkeit und Geburt

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    Mutter mit Welpen.jpg

    Nach jeder Phase der Paarungsbereitschaft wird von den Eierstöcken Progesteron produziert, ein Schwangerschaftshormon, das z.B. verantwortlich ist für die beginnende Milchproduktion. Dies geschieht auch dann, wenn die Hündin nicht gedeckt wurde, und auch unabhängig davon, ob sie befruchtet wurde oder nicht.

    Aufgrund der grundsätzlich erhöhten Hormonkonzentration im Blut während dieser Zeit ist es deshalb nicht möglich, bei Hunden einen Schwangerschaftstest durchzuführen. Sehr häufig passiert es, dass die Hündin Symptome einer Trächtigkeit zeigt, obwohl dies gar nicht der Fall ist, man spricht dann von einer Scheinträchtigkeit.

    Die Trächtigkeit

    In der ersten Zeit der zwei Monate dauernden Schwangerschaft bemerkt man keine körperlichen Veränderungen an der Hündin und auch eine Zunahme des Appetits oder des Gewichts sind nicht wirklich zuverlässige Hinweise auf sich ankündigenden Nachwuchs. Erst nach gut einem Monat wird der Bauch langsam dicker, Gesäuge und Zitzen werden größer und voller und stehen sichtbar hervor.

    Je näher die Geburt rückt, desto häufiger begibt sich die Hündin in die Seitenlage, um das Gewicht der Welpen gut zu verteilen. Auch ihr Verhalten ändert sich allmählich und liefert wichtige Anhaltspunkte für den Hundehalter, dass die Geburt naht. Der Spieltrieb der Hündin ist verschwunden, sie wirkt zunehmend ängstlich und ist auf der Suche nach Schutz bei ihrem Herrchen. Wenn sie sich für einen Platz entschieden hat, an dem die Geburt stattfinden soll, ist sie sehr häufig dort anzutreffen.

    Die Geburt

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    Ein untrügliches Anzeichen dafür, dass es nicht mehr lange dauern wird, ist schließlich eine Veränderung der Körpertemperatur von 38 °C auf 37 °C, die gut einen Tag vor der Geburt stattfindet. Dann verweigert die Hündin auch das Futter und wird sehr ruhig; die erste Phase der Geburt hat begonnen.

    In der nächsten Phase sondert die Hündin zunächst eine dunkelrote Flüssigkeit ab, die dem Erscheinen der Fruchtblase vorausgeht. Die Fruchtblase platzt entweder von selbst oder wird von der Hündin aufgebissen und gibt den Weg für den Fötus frei. Er erscheint entweder in Kopf- oder Steißlage. Da er sehr schnell ausgetrieben wird, stellt letztere jedoch keine Gefahr dar.

    Jeder Fötus wird in seiner eigenen Fruchthülle geboren, die ihn vollständig umschließt und die von der Mutter abgeleckt werden muss. Die Plazenten werden schließlich entweder am Schluss des Geburtsvorganges alle zusammen oder aber einzeln nach jedem Welpen ausgeschieden. Sowohl Fruchthülle als auch Plazenta werden von der Hündin aufgefressen.

    Die Erstversorgung der Welpen

    Die Geburt ist nun überstanden und die Hündin kann sich ihrem neuen Nachwuchs widmen. Entspannt legt sie sich auf die Seite und bietet den Jungen ihr gefülltes Gesäuge an. Die Welpen verfügen bereits über Geruchssinn und Wärmeempfinden und finden so den Weg zu den vergrößerten Milchzitzen.

    Die Mutter wird dann beginnen, die Afterregion der Kleinen zu lecken. Sie löst damit den Harn- und Kotdrang aus. Die ausgeschiedenen Exkremente frisst sie auf, wodurch das Lager sehr sauber bleibt. Man vermutet, dass dieses Verhalten zur Beseitigung der Spuren der Jungtiere dient, um möglichen Feinden keinen Anhaltspunkt über deren Aufenthaltsort zu geben. In den ersten 24 Stunden nach der Geburt widmet sich die Hündin voll und ganz ihrem Nachwuchs und verlässt den Lagerplatz nicht.

    Für gewöhnlich kommt die Hündin während der Geburtsphase und in den ersten Lebensstunden ihrer Jungen sehr gut alleine zurecht. Manchmal kann es jedoch zu Komplikationen kommen. So kann es zum Beispiel geschehen, dass die Föten nicht ausgetrieben werden können. Der Fötus ist in diesem Fall vielleicht schief in den Geburtskanal getrieben worden, ist zu groß oder bereits tot.

    In diesem Fall muss der Tierarzt eingreifen, da es sonst zu schweren Infektionen und Vergiftungen kommen kann. Auch bei mangelhafter Milchproduktion sollte der Tierarzt aufgesucht werden, um eine ausreichende Ernährung der Welpen sicherzustellen.


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