Vizsla
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Unter der Bezeichnung Vizsla (auch: Magyar Vizsla) werden zwei verschiedene Hunderassen zusammengefasst, die sich nur in ihrer Fellstruktur unterscheiden: Der Kurzhaar Vizsla und der Drahthaar Vizsla, der weitaus weniger verbreitet ist. Beide Rassen gelten als besonders anhänglich, freundlich und sanft.
Inhaltsverzeichnis |
Ursprünge der Rasse
Der Magyar Vizsla geht auf die Hunde zurück, die schon zur Zeit der Völkerwanderung von den Magyaren mitgeführt wurden. Aus dem 14. Jahrhundert stammen erste Berichte über semmelgelbe Jagd- und Spürhunde. Sie stammten von türkischen Vorstehhunden ab, die zur Jagd auf Vögel eingesetzt wurden, und von der pannonischen Bracke, einer einheimischen Laufhunderasse.
Die Zucht wurde durch die Anforderungen der Jagd zu Pferd sowie der Falkenjagd geprägt. Im 18. Jahrhundert wurden durch eine geringe Einkreuzung von Pointern und Deutsch Kurzhaar Verbesserungen vorgenommen und die Hunde in ersten Vorsteh-Wettbewerben vorgeführt. 1920 begann die systematische Zucht des Vizsla, dessen Name im Ungarischen "aufmerksam" bedeutet.
Die offizielle Anerkennung der Rasse erfolgte 1936. Durch die Kreuzung glatthaariger Vizslas mit Deutsch Drahthaar-Hunden entstand die rauhaarige Variante der Rasse, die erst 1965 anerkannt wurde.
Aussehen
Der ungarische Vizsla ist ein mittelgroßer, harmonisch gebauter Vorstehhund von großer Ausdauer und Zähigkeit. Er wirkt sehnig und elegant. Sein Kopf ist trocken und lang, mit tiefem, breitem Fang, geradem Nasenrücken und leicht ovalen Augen. Die Stirn weist eine geringe Furche auf und ist leicht gewölbt.
Die großen, feinledrigen Ohren setzen in mittlerer Höhe an und werden hängend, selten in Falten getragen. Der kräftige Hals des Viszla geht in lange, flache Schultern und einen langen, leicht gewölbten Rücken über. Seine Rute setzt unterhalb der Rückenlinie an und wird in Ruhe hängend und in einem leichten Bogen, bei Aufmerksamkeit gerade nach hinten gestreckt getragen. Die Brust des Hundes ist breit. Seine Lenden sind mäßig aufgezogen. Die langen, trockenen Läufe besitzen eher runde Katzenpfoten.
Vizsla-Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 58 bis 64 Zentimetern; Hündinnen messen um 54 bis 60 Zentimeter.
Die ungarische Rasse kommt lediglich in Semmelgelb vor. Weiße Abzeichen sind nur in sehr geringem Umfang an Kehle oder Brust sowie an den Zehen zulässig. Nase und Schleimhäute sind stets leberfarben. Die Augen besitzen einen braunen Ton, der dem des Fells ähnelt. Das Fell ist kurz und liegt dicht am Körper an.
Es sollte eine eher raue und drahtige Struktur aufweisen; Unterwolle fehlt völlig. Es existiert auch eine rauhaarige Variante, die jedoch deutlich seltener vorkommt. Das Fell ist bei diesen Hunden geringfügig länger; um die Schnauze wächst ein deutlicher Bart.
Art und Wesen
Der Vizsla ist wie viele Jagdhunde im Umgang äußerst freundlich und anhänglich. Er gliedert sich problemlos in die Familie ein. Als Jagdhund benötigt er jedoch die entsprechenden Anforderungen sowie eine konsequente Erziehung, da er sich sonst langweilt und unter Umständen wildert. Vizslas werden auch als Katastrophenspürhunde eingesetzt.
Haltung
Die Hunde sind ausgesprochen lauffreudig und verfügen über viel Ausdauer und einen ausgeprägten Trieb, Wild zu finden und zu stellen. Sie sind wetterunempfindlich und erbringen vor allem bei Hitze erstaunliche Leistungen.
Interessante Links zum Vizsla
Club für Ungarische Hunderassen e. V.
Steckbrief
| | |
| Rasse | Vizsla |
| Gruppe | Vorstehhunde |
| Herkunft | Ungarn |
| Schulterhöhe | 54-64 cm |
| Gewicht | um 25 kg |
| Farben | Dunkelgelb |
| Pflegeaufwand | gering |
| Auslauf | hoch |
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