Welcher Hund passt zu mir?

    Aus Mein-Hund.de

    Individuelle Wünsche und Bedürfnisse

    Havaneser Spiel F19823521 DJakob.jpg

    Die Bedürfnisse und Wünsche der Hundebesitzer sind so vielfältig, wie auch die Menschen verschieden sind, und auch bei den Hunden entwickelten sich durch die lange Tradition der Zucht die vielfältigsten Eigenschaften bezüglich Charakter, Aussehen und Bedürfnissen.

    Um das Zusammenleben von Mensch und Hund von Anfang an für beide Seiten zu einer beglückenden Erfahrung zu machen, ist es wichtig, sich bereits vor der Anschaffung eines Hundes darüber klar zu werden, welche Erwartungen man an sein neues Haustier stellt und auch was man ihm selbst bieten kann. Zu Beginn der Überlegungen sollte also immer die Frage stehen: Welcher Hund passt zu mir?

    Faktor: Zeit

    Hundeschule F13176720 cynoclub.jpg

    Ein wichtiger Aspekt ist, wie viel Zeit man für das Tier erübrigen kann. Hunde sind Rudeltiere und fristen ihr Dasein nicht gerne alleine.

    Sie wollen sich einer Bezugsperson oder Familie anschließen, die sich mit ihnen beschäftigt und mit der sie ihr Leben teilen können.

    Die einzelnen Rassen unterscheiden sich zwar teilweise im Grad ihrer Anhänglichkeit bzw. Selbstständigkeit, in jedem Fall sollte man aber genug Zeit aufbringen können, um dem Tier den Auslauf und die Zuwendung zu geben, die es benötigt.

    Faktor: Platz

    Hundekorb F11416357 Elisabeth Coelfen.jpg

    Eine weitere grundlegende Frage ist, wie viel Platz man dem Hund bieten kann. Ein großes Haus mit Garten ist zwar für jeden Hund schön, aber nicht unbedingt erforderlich.

    Es gibt durchaus Hunderassen, die kein Problem damit haben, sich an den beschränkten Lebensraum in einer Stadtwohnung zu gewöhnen.

    In diesem Fall sollte man sich allerdings überlegen, welche Auslaufmöglichkeiten in der näheren Umgebung vorhanden sind. Die Größe des Hundes gibt dabei nur bedingt Aufschluss über den Platzbedarf in der Wohnung.

    Große Hunde wie zum Beispiel der Saluki verhalten sich in der Wohnung ausgesprochen ruhig und unauffällig, wohingegen kleine Energiebündel wie der Yorkshire Terrier am liebsten den ganzen Tag herumtollen, was bei ihrer geringen Größe zum Glück auch in einer kleinen Wohnung möglich ist.

    Charaktere von Hunderassen

    Nicht jeder erwartet sich zudem vom Zusammenleben mit einem Hund das Gleiche. Manche Menschen sind auf der Suche nach einem Schoßhündchen, das in der Wohnung Gesellschaft leistet, andere suchen den idealen Familienhund, den auch die Kinder ins Herz schließen können, wieder andere wollen einen sportlichen Begleiter für ihre Aktivitäten im Freien.

    Um sich ein Bild über das Temperament, die Bewegungsfreude und den Charakter einer Hunderasse zu machen, ist es oft hilfreich, sich über den ursprünglichen Verwendungszweck der jeweiligen Rasse klar zu werden.

    Kleine Terrierarten wie zum Beispiel der Skye Terrier sehen mit ihrem langen Fell und dem runden Gesicht zwar sehr putzig aus, man sollte aber bedenken, dass Terrier grundsätzlich zur Jagd gezüchtet wurden. Die zu diesem Zweck erwünschten Eigenschaften wie Lauf- und Buddelfreude, Wachsamkeit, aber auch Raubzeugschärfe wurden zwar oft durch Züchtung gemildert, eine Rasse wird sich jedoch kaum je völlig von ihren Ursprüngen entfernen.

    Faktor: Kosten

    Ein nicht unwesentlicher Gesichtspunkt bei der Anschaffung eines Hundes sind die Kosten, die er verursacht. Man sollte nicht die Menge an Futter unterschätzen, die zum Beispiel ein ausgewachsener Riesenschnauzer vertilgt.

    Am besten erkundigt man sich vorher im Tierhandel, beim Züchter oder bei anderen Hundebesitzern, mit welchem Verbrauch man zu rechnen hat. So kann man unangenehme Überraschungen bei der Futterrechnung vermeiden. Auch Tierarztkosten und Versicherungen sollte man in die Berechnung mit einbeziehen.

    Rassetier oder ein Hund aus dem Tierheim?

    Hunde tiermessie.jpg

    Hat man diese grundlegenden Fragen für sich beantwortet, dann steht der Suche nach dem geeigneten Tier nichts mehr ihm Wege.

    Besteht man nicht unbedingt auf die Anschaffung eines Rassetieres, so kann ein Besuch im Tierheim lohnend sein. Hier findet man oft entzückende Mischlinge und auch Rassetiere.

    Der Vorteil hierbei ist auch, dass man sich nicht sofort für ein Tier entscheiden muss, sondern sich Zeit nehmen kann, sich kennen zu lernen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

    Auch in Tierarztpraxen oder durch Zeitungsartikel werden oft Welpen vermittelt. Wird ein Rassetier bevorzugt, so wendet man sich vorzugsweise direkt an einen Züchter oder an den Zuchtverband. Dort erhält man Auskunft über anstehende Würfe und kann sich für einen Welpen vormerken lassen.

    Die Welpen werden meist im Alter von drei Monaten abgegeben, wenn sie nicht mehr gesäugt werden. Es ist allerdings in der Regel gern gesehen, wenn man seinen neuen Hund auch vorher schon einige Male besucht. Zudem bietet sich so die Möglichkeit, sich vom Züchter noch einige Tipps geben zu lassen.

    Gelegentlich kommt es auch vor, dass ein Hund zuläuft. In diesem Fall sollte man ihn sehr gründlich untersuchen lassen, denn streunende Hunde können an allen möglichen Krankheiten und Parasiten leiden und sind häufig auch nicht geimpft.

    Ist nach dieser Vorbereitungsphase der neue Mitbewohner schließlich eingetroffen und der Mensch lässt sich auf die Gemeinschaft mit dem Tier ein, so ist der Grundstock für eine lebenslange Freundschaft gelegt.


    Themen

    Golden-retriever-teaser.jpg

    Golden Retriever
    Der Golden Retriever zählt zu den gefragtesten britischen Hunderassen.

    Papillon-Hund-teaser.jpg

    Papillon
    Der Papillon verdankt seinen Namen seiner Ohren-Form, ....

    Chow-Chow-teaser.jpg

    Chow-Chow
    Der Chow-Chow ist ein beliebter Wachhund, der in China seinen Ursprung hat.

    Dobermann-teaser.jpg

    Dobermann
    Der Dobermann ist eine sehr intelligente deutsche Hunderasse.