Welpen und ältere Hunde: Tipps zur Hundeerziehung

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    Die Hundeerziehung ist eine wichtige Aufgabe, die ein Hundehalter nicht vernachlässigen darf. Ziel ist es, den Hund für das Zusammenleben mit Menschen und ggf. auch Tieren vorzubereiten. Gleichzeitig helfen Welpenschule und ähnliche Angebote dem Menschen dabei, ihre Vierbeiner besser zu verstehen.

    Gründe für die Hundeerziehung

    Hauptgrund, der für die gezielte Hundeerziehung spricht, ist das Schaffen von Sicherheit. Der Hund soll über Grundfertigkeiten verfügen, dank derer er sich in unserer Welt sicher bewegen kann. Angenommen ein Hund lässt sich nicht abrufen und wird dennoch ohne Leine geführt. Es könnten Situationen entstehen, die das Leben des Tieres ernsthaft gefährden.

    Außerdem leistet die Hundeerziehung einen Beitrag zu einem besseren Miteinander. Streng genommen lernt bei einer Hundeausbildung weniger das Tier, sondern vielmehr der Mensch – und genau dieser Punkt ist entscheidend.

    Hunde im richtigen Alter erziehen

    Mit der Erziehung eines Hundes sollte nicht lange gewartet werden. In den ersten Wochen im Leben der Welpen müssen die Tiere noch bei ihrer Mutter bleiben. Üblicherweise erfolgt die Welpenabgabe mit acht bis zehn Wochen. Dann sind die jungen Hunde schon alt genug, um mit einem leichten Training zu starten und das Grundgehorsam zu erlernen.

    Wer erfahren ist, übt mit seinem Vierbeiner selbst. Üblicherweise wird für die Welpenerziehung jedoch eine Hundeschule besucht. Die meisten Hundeschulen bieten in regelmäßigen Abständen sogenannte Welpenkurse an.

    Der Vorteil des Trainings in einer Hundeschule besteht darin, dass unter professioneller Anleitung geübt wird und somit der Erfolg fast immer garantiert ist. Zugleich kommt es zum Kontakt mit anderen Hunden, was die Tiere untereinander oft umgänglicher macht. Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass Hundehalter Lust auf mehr bekommen und später mit ihren Tieren noch weitere Kurse besuchen.

    Was Hunde nach der Welpenschule können sollten

    Im Kern lässt sich das Grundgehorsam auf wenige Punkte herunterbrechen. Hier eine Übersicht der entscheidenden Kommandos, die ein Junghund sicher beherrschen sollte.

    „Komm“ - der Hund lässt sich aus der Distanz abrufen und begibt sich unmittelbar zum Hundehalter. „Sitz“ - das Tier sitzt an Ort und Stelle ab. „Platz“ - das Tier liegt an Ort und Stelle ab.

    Hinweis: Das Kommando „hier“ wird oft falsch verstanden. Es stimmt nicht mit „komm“ überein. Stattdessen verkörpert es eine Kombination aus „komm“ und „sitz“, d.h. das Tier muss herkommen und sich im Anschluss automatisch absetzen. Allerdings ist „hier“ ein fortgeschrittenes Kommando und wird in der Welpenschule üblicherweise nicht vermittelt.

    Beherrschung von Kommandos ist nicht alles

    Viele Menschen sind der Meinung, ein gut erzogener Hund ist an den zahlreichen Kommandos zu erkennen, die er sicher beherrscht. Dies ist jedoch falsch. Entscheidend ist hingegen sein soziales Verhalten. Es gibt Hunde, die viele Kommandos beherrschen, sich aber trotzdem nicht benehmen können, weil sie z.B. Essen vom Tisch stehlen oder sogar Mitmenschen im Haushalt bedrohen.

    Für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier ist ein gutes Sozialverhalten unabdingbar. Doch leider wird das soziale Verhalten in den Hundeschulen eher selten trainiert. Dies liegt daran, dass die meisten Hunde, die als Welpen aufgezogen werden und die Hundeschule besuchen, sich oft automatisch richtig verhalten. Allerdings muss dies nicht zwangsläufig der Fall sein, sodass es im Ernstfall ratsam ist, sich schnell professionelle Unterstützung zu holen.

    Hundeerziehung bei älteren Hunden

    Gerne wird gesagt, dass der Spruch "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" für Hunde ganz besonders gilt. Dies ist jedoch falsch, denn am Ende ist Hundeerziehung vor allem eine Frage von Trainingsmethode und Geduld. Ältere Hunde lernen zwar langsamer, doch auch sie schaffen es.

    Zumal der Fehler oft beim Hundehalter liegt. Gerade beim Üben von Kommandos tendieren Menschen dazu, viel zu sprechen. Dies verwirrt die Hunde, weshalb es besser ist, neue Kommandos zunächst ausschließlich mit Handzeichen/Körpersprache zu üben. Die angesprochene Geduld ist übrigens besonders wichtig. Während junge Hunde oftmals nur Tage benötigen, um einfache Kommandos zu verstehen, kann sich dieser Prozess bei älteren Tieren über Wochen erstrecken.

    Im Übrigen gilt auch hier, dass ein gutes Sozialverhalten des Tieres deutlich wichtiger ist, als das Beherrschen vieler Kommandos. Wer z.B. einen älteren Hund aus dem Tierheim adoptiert, sollte sich folglich keine Sorgen machen. Entscheidend ist nur, dass mit dem Training ebenfalls zeitnah begonnen und - sofern es sich um den ersten Hund handelt - am besten professionelle Unterstützung gesucht wird. Außerdem zeigt die Praxis, dass viele Hunde von ihren Artgenossen am besten lernen. Deshalb ist es in zahlreichen Fällen von Vorteil, wenn sich die Chance bietet, das Tier regelmäßig mit anderen Hunden (die bereits über ein gutes Sozialverhalten verfügen) zusammenzubringen.


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