Wenn Hunde zu Haushaltsgegenständen werden

    Aus Mein-Hund.de

    Eine Scheidung ist sicher keine angenehme Angelegenheit, doch oftmals die letzte Möglichkeit, wieder glücklich zu werden. Dass Scheidungen oft zu Lasten der Kinder gehen, ist allgemein bekannt. Doch können diese ab einem gewissen Alter zumindest ihre eigenen Ansichten zum Besten geben. Anders sieht es da bei Hunden aus. Denn oft genug streiten sich scheidende Eheleute auch um die Vierbeiner. Kann eine gütliche Einigung nicht erzielt werden, so werden Hunde wie Haushaltsgegenstände behandelt und aufgeteilt, wie in einem aktuellen Fall entschieden.

    Der Fall

    Im zugrunde liegenden Fall ging es um ein Ehepaar, das drei Hunde hielt: Einen Cockerspaniel, einen Boxer und einen Basset. Die Eheleute stritten sich um die Aufteilung der Hunde. Der Mann wollte lediglich die Basset-Hündin mitnehmen, die anderen beiden Hunde zurück lassen, was er damit begründete, alleiniger Eigentümer der Hündin zu sein.

    Die Frau wollte alle drei Hunde behalten. Auch sie gab an, alleinige Eigentümerin der Hündin zu sein. Außerdem verwies sie darauf, dass sie die Hauptbezugsperson für alle drei Hunde sei, diese ein eingespieltes Team seien und unter der Trennung leiden würden. Das Gericht blieb hart. Die Frau bekam den Cockerspaniel und den Boxer, der Mann den Basset, wie im Urteil unter Aktenzeichen 15 UF 143/12, nachzulesen ist. == Wer ist die Bezugsperson? ==

    Das Gericht verneinte, dass die Frau die alleinige Bezugsperson sei, da auch der Mann mit den Hunden spazieren gegangen sei. Zudem wollte es das alleinige Eigentum der Frau nicht gelten lassen, obwohl diese den Basset 2007 bei einer Züchterin gekauft hatte. Man gab an, dass der Mann sowohl die Versicherung für die Basset-Hündin abgeschlossen, als auch die Hundesteuer gezahlt habe. Dadurch sei sie gemeinschaftliches Eigentum und müsse entsprechend aufgeteilt werden.

    Aus rein rechtlicher Sicht ist das vielleicht eine richtige Entscheidung. Zum Wohle der Tiere dürfte sie es allerdings kaum sein, denn ein eingespieltes Rudel auseinander zu reißen, ist sicher nicht Sinn der Sache. Zumal gerade Hunde äußerst soziale Tiere sind und sich in einem einmal gefundenen Rudel so gut einleben, dass sie leiden, wenn sie herausgerissen werden.


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